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Kölner Haie

Spiel um die eigene Zukunft

Von Martin Sauerborn, 17.03.10, 22:12h

Für die Kölner Haie geht es um die eigene Zukunft. Das Team von Bill Stewart kann mit einem Erfolg über die Iserlohn Roosters den zehnten Tabellenplatz sichern. Damit wäre die Teilnahme an der ersten Playoff-Runde gesichert.

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Die Kölner Haie. (Symbolbild: dpa)
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Die Kölner Haie. (Symbolbild: dpa)
KÖLN. Es gibt Momente im Verlauf einer Saison, da darf Geld einfach keine mehr Rolle spielen. Auch nicht für die finanziell klammen Kölner Hai, die in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) seit Wochen ums nackte Überleben und gegen die drohende Insolvenz kämpfen. Für zwei winzige Extra-Investitionen aber sollte Geschäftsführer Thomas Eichin in diesen Tagen Fünf gerade sein lassen und die aktuell mit geschätzt 300 000 Euro gefüllte KEC-Rettungsschatulle einen Spalt breit öffnen.

Die Ausgaben könnte Eichin getrost unter „Sonderposten für außerordentliche Hilfestellung“ mit dem Arbeitstitel „Dankeschön“ verbuchen. Die DEL-Mitstreiter Wolfsburg und Straubing hätten sich Präsentkörbe jedenfalls redlich verdient. Mit zuletzt je zwei Siegen gegen die Kölner Konkurrenten Krefeld und Iserlohn haben Grizzlys und Tigers entscheidenden Anteil daran, dass die Haie morgen (19.30 Uhr, Lanxess-Arena) mit einem Erfolg gegen die Iserlohn Roosters den zehnten Platz und damit den Einzug in die erste Playoff-Runde klar machen können.

Das Geld wäre gut angelegt, denn die komfortable Ausgangsposition, in der sich die Kölner vor ihrem letzten Hauptrundenspiel befinden, ist nicht allein ihr Verdienst. Sicher, die Mannschaft von Trainer Bill Stewart hat Krefeld im direkten Duell 2:0 bezwungen - doch danach in Hamburg und Mannheim auch zweimal verloren und dabei nur einen Zähler geholt. Kaum auszudenken, wie die Situation aussähe, wenn Krefeld und Iserlohn gegen Wolfsburg und Straubing nicht zweimal in Folge ganz ohne Punkte geblieben wären. So aber schaut der KEC auf einen Vorsprung von fünf beziehungsweise sechs Punkten und kann sich durch einen Sieg gegen Iserlohn mit mindestens zwei Punkten ersparen, am Sonntag als spielfreier Zuschauer mit zittrigen Händen den letzten Spieltag zu verfolgen.

„Jetzt haben wir am Freitag ein Endspiel“, sagte Haie-Stürmer Christoph Ullmann. Ein Endspiel um die eigene Zukunft, denn der Einzug in die erste Playoff-Runde wäre wohl gleichbedeutend mit der Abwendung der Insolvenz. Nicht nur, dass der Vorverkauf für das Iserlohn-Spiel eine Kulisse von mehr als 12 000 Zuschauern erwarten lässt, die Einnahmen aus dem garantierten einen Playoff-Heimspiel am 26. März würden die aktuelle Liquiditätslücke der Haie in Höhe von 500 000 Euro endgültig schließen.

„Mögliche Playoffspiele sind nach der Erfahrung aus der vergangenen Saison nicht in unsere Kalkulation für dieses Jahr mit eingeflossen. Deshalb zählen auch die aktuellen Dauerkarten nicht für die Playoffs“, erklärt Thomas Eichin. Sprich, jede verkaufte Eintrittskarte für den 26. März kommt den Haien zugute. Bei 10 000 Zuschauern beliefe sich die Einnahme auf rund 200 000 Euro - die Rettung.

Zudem bieten die Vor-Playoffs, in denen der KEC dann auf den Siebten der Hauptrunde treffen würde (23., 26. und 28. März / Modus „best of three“), die Option, sich für das Playoff-Viertelfinale („best of five“) mit zwei zusätzlichen Heimspielen zu qualifizieren. „Wir wollen überraschen und wir wissen, dass wir das können. In den Playoffs geht es wieder bei Null los“, hält Christoph Ullmann alles für möglich.



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