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Auf Schienen durchs Freilichtmuseum

Von MICHAEL LENZEN, 19.03.10, 07:06h

Großes vor hat das Freilichtmuseum Lindlar in der nächsten Zeit. Im wahrsten Sinne des Wortes auf die Schienen gesetzt, ist ein Projekt mit einer Schmalspurbahn. Die Lok mit zwei...

LINDLAR. Großes vor hat das Freilichtmuseum Lindlar in der nächsten Zeit. Im wahrsten Sinne des Wortes auf die Schienen gesetzt, ist ein Projekt mit einer Schmalspurbahn. Die Lok mit zwei Loren steht bereits seit einiger Zeit auf dem Gelände vor der Schmiede auf ein paar Metern Schienen. Und gefahren ist die Kleinbahn auch schon ein wenig: Beim Grauwacketag. Bis zum 6. Juni informiert eine Ausstellung im Lindlarer Freilichtmuseum über die Geschichte und den Abbau des Gesteins.

Unterführung

erforderlich

Die Bahn, die in einem Steinbruch eingesetzt war, soll später einmal über eine rund 1,5 Kilometer Strecke, durch eine Unterführung unter der Straße Scheller hindurch, zum bislang noch ungenutzten Grundstück des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) und wieder zurück fahren. Rund vier Hektar ist das Gelände, das aus finanziellen Gründen bisher noch nicht in Angriff genommen wurde, groß. Es war für eine vierte Baugruppe geplant. Hier befindet sich auch ein kleiner Steinbruch, zu dem die Bahn fahren und damit die beiden Museumsteile verbinden soll. „Das Projekt befindet sich in der Planungsphase, der Ausschuss muss erst darüber beraten und beschließen“, sagt Pressesprecher Thomas Trappe. Finanzierungsvorschläge sind aber bereits erarbeitet. Auch der „Verein der Freunde und Förderer des Bergischen Freilichtmuseums Lindlar“ bemüht sich intensiv um die Finanzierung des Projektes. Eine größere Spende soll in den nächsten Tagen erfolgen, teilte Vorsitzender Werner Hütt mit. Doch der Verein versucht nicht nur, Spenden für die verschiedenen Projekte auf dem Gelände des Freilichtmuseums zu sammeln, er will auch die Menschen für die Heimatgeschichte begeistern und zur praktischen Mitarbeit aktivieren. Nicht nur zur Realisierung und zum Betrieb der Feldbahn werden Helfer benötigt, sondern auch für ein weiteres Großprojekt, das langsam Formen annimmt.

Das Freilichtmuseum soll um eine Kirche erweitert werden. Die Genehmigung zum Nachbau einer Fachwerkkirche aus Hoffnungsthal sei bereits erteilt, berichtete Hütt. Auch dazu seien nicht nur Gelder, sondern auch viele helfende Hände nötig. Der Standort für das neue Gebäude stehe aber noch nicht fest, und auch hier müsse der zuständige Ausschuss der Landschaftsversammlung noch beraten, sagte Pressesprecher Trappe. Wann mit einer Entscheidung zu rechnen sei, konnte er noch nicht sagen.

Die Projekte, sowohl die Schmalspurbahn mit Erweiterung des Museums um vier Hektar wie auch die Kirche, können jedenfalls erheblich zur weiteren Attraktivitätssteigerung des Freilichtmuseums beitragen.

 www.foerderverein-bergisches-freilichtmuseum.de/

 www.bergisches-freilichtmuseum.lvr.de



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