Von DIETER WOLF, 19.03.10, 07:03h
16 Komponisten werden nach Brauweiler kommen, Werke von insgesamt 25 Komponisten aus 14 Nationen kommen zur Aufführung. Darunter sind sechs Welturaufführungen und 13 deutsche Erstaufführungen. Dazu gibt es ein akademisches Beiprogramm, sogenannte Matineevorträge, sowie zwei ambitionierte Kunstinstallationen. Alles zusammen findet zwischen dem 15. und 18 April in der Abtei Brauweiler statt. Schirmherr der Veranstaltung ist Ministerpräsident Jürgen Rüttgers.
Drei Jahre Vorbereitung stecken in diesem Festival. In dieser Zeit haben Organisator Alfons W. Biermann und Falko Steinbach, künstlerischer Leiter des Unternehmens, recherchiert, telefoniert, Briefe geschrieben, eingereichte Kompositionsbeiträge gesichtet und angehört. 90 Einzelverträge durfte schließlich Freundeskreisvorsitzender Karlheinz Gierden unterschreiben. Ein gewaltiges Unternehmen also.
Auch inhaltlich haben sich die Veranstalter viel vorgenommen. Das Festival ist in dieser Form bislang einzigartig", sagt Falko Steinbach. Der Pianist und Musikprofessor möchte mit diesem Festival der Musikgattung Neue Musik" neue Impulse verleihen. Es gehe bei dem Veranstaltungskonzept darum, der Spiritualität der Musik Rechnung zu tragen. In hoch technisierten Zeiten müsse an die Ursprünge der Musik erinnert werden. Musik hatte ursprünglich einen rein kultischen Charakter, so Steinbach. Diesem Umstand widmeten sich ein Reihe Komponisten, in dem sie kultische Musik aus Asien, Afrika oder Nordamerika in ihre Werke einfließen ließen. Dieser Schwerpunkt prägt auch die Konzerte des Wochenendes. Neben allgemeiner Orchestermusik und zwei Aufführungen mit Kammermusik, widmen sich die beiden Abschlusskonzerte der abendländischen spirituellen Musik. Hier stehen Orgel- und Chormusik im Zentrum.
Mit Encounter von Hee Sook Kim und Christopher Shultis (USA) und Swarmlings" von James Hullick (Australien) werden die Besucher des Festivals zwei große Installationen erleben. Es handelt sich bei beiden um multimediale Arbeiten mit Video, mit Klängen, mit Gerüchen, elektronischen Geräten und Licht. Kuratorin Sophia Herber verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass es aktuell mannigfache Berührungspunkte zwischen Neuer Musik und Klanginstallationen gäbe. Die Übergänge sind oft fließend.
Die Eröffnung des Festivals ist am Donnerstag, 15. April, um 19 Uhr im Kaisersaal der Abtei. Zum Festival erscheint ein umfangreicher Prospekt mit zahlreichen Hinweisen und Erläuterungen zu Neuer Musik im Allgemeinen und zum Festival im Besonderen, sowie 36 Porträts der Komponisten, Künstler und Orchester.
Die Karten für die Konzerte kosten zwischen 17 Euro (regulär) und fünf Euro (Schüler / Studenten). Das Festival-Abo kostet 45 Euro, ermäßigt 20 Euro.
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