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Demenzkranke

Hunde öffnen Türen in die Vergangenheit

Erstellt 19.03.10, 11:15h

Zur ersten Demenzwoche hat das Münch-Stift-Altenzentrum sein Tierkonzept für Demenzkranke vorgestellt. Einmal im Monat bekommt das Haus in Frauenthal vierbeinigen Besuch. Wissenschaftliche Studien belegen den Erfolg der Behandlung.

Hund Leila
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Erinnerungen an früher weckte Weimaraner-Hündin Leila von der Suchhundestaffel des Arbeiter-Samariter-Bundes bei den Bewohnern des Münch-Stifts. (Bild: Rosenbaum)
Hund Leila
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Erinnerungen an früher weckte Weimaraner-Hündin Leila von der Suchhundestaffel des Arbeiter-Samariter-Bundes bei den Bewohnern des Münch-Stifts. (Bild: Rosenbaum)
ERFTSTADT - Leila wird von ihrer Hundeführerin Kristina Windau zu den Senioren geführt. Von jedem einzelnen der rund 60 in der Cafeteria des Münch-Stifts versammelten Bewohner lässt sich die Weimaraner-Hündin geduldig streicheln und drücken. Die Bewohner leiden an Demenz, sie vergessen immer wieder Einzelheiten aus ihrem Leben. Doch als sie Leila berühren, erscheint auf ihren Gesichtern plötzlich ein Leuchten, als würden sie sich an wunderschöne Begebenheiten aus ihrer Vergangenheit erinnern. Und tatsächlich: Während einer der Bewohner mit der Hand über Leilas Rücken streicht, sagt er lächelnd: „Wir hatten früher auch so einen Hund!“ In diesen Momenten weiß Oliver Radermacher, dass sein Konzept aufgegangen ist.

„Tiere können Türen öffnen, die eine Pflegekraft nicht aufmachen kann“, erklärt der Leiter des Münch-Stifts. Besonders dort, wo eine normale zwischenmenschliche Kommunikation aufgrund der Demenzerkrankung nicht mehr funktioniert, könnten Tiere an dieser Stelle als eine Art Türöffner fungieren.

Daher habe sich das Haus entschieden, zur 1. Demenzwoche im Rhein-Erft-Kreis eine Veranstaltung unter dem Thema „Hunde öffnen Welten“ anzubieten, die in etwas kleinerer Form bereits seit über einem halben Jahr im Alten- und Pflegezentrum (APZ) stattfindet. Einmal im Monat bekommt das Haus in Frauenthal vierbeinigen Besuch. Mitglieder der Suchhundestaffel des benachbarten Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) kommen vorbei und erfreuen jeweils zehn bis zwölf Bewohner. „Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen die belegen, dass Tierbesitzer gesündere Menschen sind und sich bei Erkrankungen auch schneller wieder erholen“, weiß Radermacher. Er will daher das Tierkonzept im Münch-Stift weiter ausbauen. (rer)



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