Erstellt 18.03.10, 21:19h
Eine „technisch sehr ausgereifte und professionelle Manipulation“ nennt dies die Staatsanwaltschaft. In aller Regel konnten die mutmaßlichen Täter pro Lieferung mehrere hundert Liter Heizöl zusätzlich abrechnen. Geschädigte gab es in Köln und im Umland. Viele merkten nichts, doch nicht alle Kunden ließen sich täuschen. Einer soll die Heizöllieferung sogar mit einer Videokamera aufgenommen haben, neben Zeugenaussagen wohl eines der wesentlichsten Beweismittel, die dem Gericht vorliegen.
Nach einem nicht öffentlichen Rechtsgespräch zwischen den Prozessbeteiligten entschlossen sich die Angeklagten gestern, die Aussage zu verweigern. Im Ermittlungsverfahren hatten sie ihre Unschuld beteuert. Die Differenzen zwischen dem in Rechnung gestellten und dem tatsächlich gelieferten Öl, die immer zwischen zehn und 20 Prozent ausmachten, begründeten sie damit, dass das Öl sich bei warmem Wetter ausdehne. Dazu soll ein Physiker als Zeuge geladen werden. Der Prozess wird fortgesetzt. (huh)
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