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Zwei Anbieter für Photovoltaik

Erstellt 19.03.10, 07:09h

Der Gemeinderat soll beiden Interessenten sieben Dachflächen der Gemeinde für den Bau von Photovoltaikanlagen anbieten. Das beschloss der Ausschuss für Planung, Umwelt und...

EITORF. Der Gemeinderat soll beiden Interessenten sieben Dachflächen der Gemeinde für den Bau von Photovoltaikanlagen anbieten. Das beschloss der Ausschuss für Planung, Umwelt und Erneuerbare Energien mit Mehrheit. Gegen das Votum von FDP, SPD, BfE, Grünen und UWG stimmte die CDU.

Außer dem Verein zur Förderung regenerativer Energien Eitorf, in dem CDU-Ratsherr Alwin Müller involviert ist, bewirbt sich die Kölner Unternehmerinitiative für Beschäftigung als Partner. Allerdings werden unterschiedliche Konditionen in Aussicht gestellt. Während der Eitorfer Verein einen einmaligen Baukostenzuschuss von bis zu 30 000 Euro für eine Schuldachsanierung zahlen und die Anlagen nach Ablauf einer 20-jährigen Vertragszeit funktionstüchtig der Gemeinde übereignen wollen, möchten die Kölner eine jährliche Pacht zahlen.

Beide Angebote müssen vor einer Entscheidung von der Gemeinde noch konkret verglichen werden. Zu den Flächen, die angeboten werden sollen, gehören die Dächer der Grundschulen in Alzenbach, Mühleip (inklusive Turnhalle), Harmonie und Eitorf (Brückenstraße), der Hauptschule Eitorf, des Rathauses sowie des Naturwissenschaftlichen Zentrums, das zurzeit am Siegtal-Gymnasium gebaut wird. Zusammen wären dies rund 2000 Quadratmeter Dachfläche, die möglichst bis Ende nächsten Jahres mit Stromgewinnungsanlagen bestückt werden sollten, wie Ausschussvorsitzender Rüdiger Gräf (FDP) forderte.

Ausgeschlossen aus der Liste sind zunächst die Dächer der Siegparkhalle, des Gymnasiums und des Theaters am Park, die in den nächsten Jahren erst noch saniert werden sollen oder für thermische Solaranlagen gebraucht werden. Verträge sollen auf der Basis des überarbeiteten Mustervertrages vom Städte- und Gemeindebund abgeschlossen werden, wobei Änderungen und Ergänzungen möglich sind.

Weitgehende Übereinstimmung herrschte im Fachausschuss darüber, dass nicht allein die finanziellen Angebote ausschlaggebend für eine Vergabe sein sollten, sondern auch die Mitwirkung von Eitorfer Handwerkern eine Rolle spielt, wie sie der Energie-Verein Eitorf garantiert. Eine Eigeninitiative der Kommune als Investor wurde weitgehend ausgeschlossen, weil dafür kein Geld vorhanden sei. Den Vorschlag des Grünen Wolfgang Rupprecht, mit beiden Interessenten an einem Tisch zu verhandeln, beurteilte Beigeordneter Karl Heinz Sterzenbach skeptisch. (rö)



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