Von Ralf Arenz, 18.03.10, 21:50h
Dabei hat das Unternehmen schon kräftig auf die Kostenbremse getreten. Ein im Herbst 2008 gestartetes Sparprogramm brachte laut Leube 2009 einen Ergebnisbeitrag von 126 Millionen Euro. 85 Millionen Euro seien dauerhaft erzielt worden. Tiefe Einschnitte gab es beim Personal. 4012 Mitarbeiter, darunter 2580 in Köln, hatte der Konzern noch Ende 2009. Mitte 2008 waren es einschließlich Leiharbeiter noch weltweit 1500 bis 1600 mehr, so der Finanzvorstand Margarete Haase. Der Abbau der Stammbelegschaft erfolgte überwiegend sozialverträglich. 14 betriebsbedingte Kündigungen wurden ausgesprochen. Weitere Personalmaßnahmen stehen nicht an, so Haase. Ein möglicher Abbau von 150 Stellen im zweiten Quartal ist vorerst vom Tisch. Geschäftsleitung und Betriebsrat haben vereinbart, über diese Stellen erst am Ende des Jahres zu entscheiden.
Durch die Sparmaßnahmen ist Deutz ab dem kommenden Jahr auch bei einer Produktion von 125.000 Motoren profitabel. 2008 lag die Gewinnschwelle noch bei 230.000 Einheiten. Außerdem hat Deutz im vergangenen Jahr kräftig in zwei neue Motoren investiert und die Finanzierung gesichert. Mit amerikanischen Geldgebern hat sich Deutz auf neue Konditionen verständigt, weil das Unternehmen angesichts der Krise vereinbarte Finanzkennzahlen nicht einhalten konnte. Jetzt muss Deutz statt gut fünf Prozent zwischen sieben und 7,5 Prozent Zinsen zahlen. Die Mehrbelastungen bezifferte Haase auf vier Millionen Euro pro Jahr. Dafür wurde aber die Laufzeit auf 2014 verkürzt.
„Im laufenden Jahr wollen wir den Turn-around schaffen“, sagte Leube. Angestrebt ist ein positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Einmaleffekten (Ebit). 137.000 Motoren sollen gebaut werden. Die Kurzarbeit endet deshalb im laufenden Monat.
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