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„Noch ein ganz großer Batzen“

Von CARSTEN SCHULTZ, 19.03.10, 19:38h

Noch stolze 525 000 Euro ist der Förderverein Freibad Unkel (FFU) von seinem ehrgeizigen Ziel entfernt, die seit vier Jahren geschlossene Anlage zu sanieren und zu einem Naturbad...

UNKEL. Noch stolze 525 000 Euro ist der Förderverein Freibad Unkel (FFU) von seinem ehrgeizigen Ziel entfernt, die seit vier Jahren geschlossene Anlage zu sanieren und zu einem Naturbad umzubauen. „Das ist noch mal ein ganz großer Batzen“, räumte FFU-Vorsitzende Katja Lorenzini ein. Die insgesamt für die Sanierung nötigen 825 000 Euro (siehe auch Infotext) „fallen natürlich nicht vom Himmel. Da müssen wir uns drum kümmern“, sagte Lorenzini.

Sie und ihre 450 Vereinsmitstreiter können sich aber seit Donnerstagabend der geschlossenen Unterstützung durch die Politik sicher sein. Einstimmig beschloss der Verbandsgemeinderat Unkel, das Konzept des Fördervereins - Umbau des maroden Freibades zu einem Naturbad und gemeinsamer Betrieb durch Förderverein und Gemeinde - zur Grundlage der weiteren Überlegungen zu machen.

Nach dem einstimmigem Votum will der Förderverein seine Schätzungen weiter konkretisieren, die Bauunterlagen überarbeiten und sich genauere Gedanken machen über die Preisgestaltung und die Öffnungszeiten. Weder Verbandsgemeinde noch Förderverein könnten das Projekt alleine stemmen, sagte Katja Lorenzini vor dem Rat. „Das geht nur, wenn wir es alle gemeinsam machen.“

Der Förderverein hat sich zwar von einer „großen Lösung“ verabschiedet und will vorerst auch die Gebäude im Eingangsbereich lassen wie sie sind (Lorenzini: „nicht schön, aber es funktioniert“). Er plant aber die Sanierung des großen Beckens mit einer Folie (erspart die aufwändige Fugensanierung des Kachelbodens) und den Bau eines so genannten Neptunfilters, in dem das Wasser auf natürliche Art gefiltert und gereinigt werden soll. Mit dem 50-Meter-Becken, dem Fünf-Meter-Sprungturm, der 23 000 Quadratmeter großen Liegewiese mit ihren alten Bäumen und dem Etikett Naturbad hätte die Anlage „vier Alleinstellungsmerkmale“, durch die sie auch „überregionale Anziehungskraft“ habe, so die FFU-Vorsitzende.

Wie die Rundschau berichtete, wurde das Freibad zur Saison 2006 nicht wieder eröffnet, weil es auch unter gesundheitlichen Gesichtspunkten dringend hätte saniert werden müssen. Das scheiterte bisher an den hohen Kosten. Der Förderverein hatte sich im Juni 2006 gegründet, um das Freibad zu erhalten.

Mit Blick auf die noch fehlenden Gelder meinte Fördervereinsvorsitzende Katja Lorenzini gegenüber der Rundschau, dass der Verein „groß denken“ müsse, um den Betrag zusammenzubekommen. Lorenzini räumte ein, dass der Zustand des seit vier Jahren ungenutzten Bades im Laufe der Zeit nicht besser werde. Aber: „Das sieht schlimmer aus als es ist.“

 www.fördervereinfreibad-unkel.de



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