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Viel Geld auf der hohen Kante

Von MARC HOFFMANN, 19.03.10, 19:38h

Trotz Wirtschafts- und Finanzkrise: Die Kunden der Stadtsparkasse Bad Honnef haben so viel Geld auf der hohen Kante wie noch nie. Ende 2009 betreute die einzig verbliebene...

BAD HONNEF. Trotz Wirtschafts- und Finanzkrise: Die Kunden der Stadtsparkasse Bad Honnef haben so viel Geld auf der hohen Kante wie noch nie. Ende 2009 betreute die einzig verbliebene eigenständige Sparkasse im Rhein-Sieg-Kreis ein Vermögen ihrer circa 18 000 Kunden in Höhe von 508,5 Millionen Euro (plus 30 Millionen Euro gegenüber 2008). „Bad Honnef ist ein ganz attraktiver Wohnort", weiß der Vorstandsvorsitzende Hellmuth Buhr um die gut betuchten (und älteren) Kunden seines Geldinstituts.

Insgesamt zeigten sich Buhr und sein Vorstandskollege Michael Hartmann zufrieden mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Das Geschäftsvolumen wuchs moderat um 0,9 Prozent auf 506,9 Millionen Euro. Einerseits erhöhten sich die Kundeneinlagen um sechs Prozent auf 378,5 Millionen Euro und trotz geringerer Umsätze betrug der Bestand an Wertpapieren (Fonds, Renten, Zertifikate und Aktien) 130 Millionen Euro. Andererseits stieg das Kreditgeschäft um 3,9 Prozent auf 299,9 Millionen Euro.

Trotz dieser insgesamt zufrieden stellenden Zahlen mahnte der Sparkassen-Vorstand erneut weitere Entwicklungen in Bad Honnef an. „Im Kreditgeschäft möchten wir gerne mehr machen, aber die Struktur gibt nicht so viel her", so Hartmann. Neue Impulse bei den Geschäftskrediten erhofft sich die Stadtsparkasse ab diesem Jahr durch den Gewerbepark Dachsberg.

Beim Immobiliengeschäft liegt der Markt für Neubauten „am Boden", so Hartmann. Es fehlten Neubaugebiete für untere und mittlere Einkommen, besonders für junge Familien. Den Kompromiss zu Selhof-Süd, wo 50 Wohneinheiten entstehen sollen, und die Planungen für den Floßweg (circa 60 Wohneinheiten) seien ein Anfang. Hartmann wurde deutlicher: „Darauf darf man sich aber nicht ausruhen!" Er und Buhr betonten erneut, dass sich im Immobiliengeschäft die Nachfrage auf die Tallage konzentriert.

Nach einem Gewinn von 105 000 Euro im Jahr 2008 (belastet unter anderem durch die Investitionen in die Hauptgeschäftsstelle an der Hauptstraße) kletterte der Jahresüberschuss 2009 auf 430 000 Euro. Er hätte um 250 000 Euro höher ausfallen können, wenn die Stadtsparkasse nicht für die Rettung der WestLB ihren Teil hätte beitragen müssen (Siehe Info-Text). Das Eigenkapital des Geldinstituts liegt bei 19 Millionen Euro.

Obwohl in der Vergangenheit der Tritt auf die Kostenbremse bereits zu Erfolgen geführt hat, muss die Stadtsparkasse weiter sparen - jetzt beim Personal. Die Personalkosten von 6,6 Millionen Euro für die 124 Mitarbeiter sollen in den nächsten Jahren auf sechs Millionen Euro gesenkt werden. „Erste Weichen", so Hellmuth Buhr, „wurden mit dem Abschluss von neun Altersteilzeitverträgen gestellt".



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