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Amoklauf

800 Drohungen nach Winnenden

Von Daniel Taab, 19.03.10, 20:31h, aktualisiert 19.03.10, 20:33h

Viele Hundert Amokdrohungen hat es nach dem Amoklauf in Winnenden im März 2009 in NRW gegeben. Der Großteil dieser Ankündigungen sind vorgetäuscht: Für diese können Geld- oder Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren verhängt werden.

Winennden
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Ein Jahr nach dem Amoklauf in Winnenden liegt die Zahl der in NRW eingegangenen Amokdrohungen bei 800. (Bild: dpa)
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Ein Jahr nach dem Amoklauf in Winnenden liegt die Zahl der in NRW eingegangenen Amokdrohungen bei 800. (Bild: dpa)
KÖLN. Nach dem Amoklauf eines 17-Jährigen im baden-württembergischen Winnenden im März 2009 hat in es NRW 800 Amokdrohungen gegeben. Das erklärte gestern Innenminister Ingo Wolf beim Landeskongress der Deutschen Polizeigewerkschaft. „Wir müssen uns verstärkt der Gewaltprävention widmen“, betonte Wolf. Schon im Kindergarten müsste damit begonnen werden. Auch Lehrer und Eltern seien in der Pflicht.

Die überwiegende Zahl der Drohungen betreffen vorgetäuschte Gewaltankündigungen. „Die Polizei setzt alles daran, die Trittbrettfahrer schnell zu ermitteln, um in einem beschleunigten Verfahren eine Verurteilung durch die Justiz zu ermöglichen“, hatte der Innenminister nach dem Amoklauf in Winnenden ausdrücklich betont. Und: Die Täter müssten mit empfindlichen Strafen rechnen. Ankündigungen von Amok- und Gewalttaten seien schwerwiegende Straftaten, für die Geld- oder Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren verhängt werden können. Die Kosten für einen Polizeieinsatz könnten schnell mehrere zehntausend Euro und sogar bis 100.000 Euro betragen.

Ein weiteres Problem sei die Gewalt gegen Polizisten. „Es ist verabscheuungswürdig und inakzeptabel“, sagte der Innenminister. Man tue vieles um die Beamten vor Gewalttätern zu schützen. „Doch es wird immer Leute geben, die ausrasten“, so Wolf. Eine Verbrechensfreiheit werde es nie geben.

Positiv sei jedoch, dass die Gesamtkriminalität in NRW gesunken sei. Einen Anstieg würden die Behörden beim Internet-Betrug allerdings verzeichnen. Allein in Köln gab es über 8000 Betrugsdelikte im Netz.



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