Von Daniel Taab, 19.03.10, 20:31h, aktualisiert 19.03.10, 20:33h
Die überwiegende Zahl der Drohungen betreffen vorgetäuschte Gewaltankündigungen. „Die Polizei setzt alles daran, die Trittbrettfahrer schnell zu ermitteln, um in einem beschleunigten Verfahren eine Verurteilung durch die Justiz zu ermöglichen“, hatte der Innenminister nach dem Amoklauf in Winnenden ausdrücklich betont. Und: Die Täter müssten mit empfindlichen Strafen rechnen. Ankündigungen von Amok- und Gewalttaten seien schwerwiegende Straftaten, für die Geld- oder Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren verhängt werden können. Die Kosten für einen Polizeieinsatz könnten schnell mehrere zehntausend Euro und sogar bis 100.000 Euro betragen.
Ein weiteres Problem sei die Gewalt gegen Polizisten. „Es ist verabscheuungswürdig und inakzeptabel“, sagte der Innenminister. Man tue vieles um die Beamten vor Gewalttätern zu schützen. „Doch es wird immer Leute geben, die ausrasten“, so Wolf. Eine Verbrechensfreiheit werde es nie geben.
Positiv sei jedoch, dass die Gesamtkriminalität in NRW gesunken sei. Einen Anstieg würden die Behörden beim Internet-Betrug allerdings verzeichnen. Allein in Köln gab es über 8000 Betrugsdelikte im Netz.
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