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Stunde der Wahrheit für den BC Beuel

Erstellt 24.03.10, 23:01h

Wer erinnert sich nicht noch an die Jubelszenen am Ostersonntag 2005 in der Erwin-Kranz-Halle, als nach über fünf Stunden Spieldauer Ian Maywald den Matchball gegen Conrad...

BEUEL. Wer erinnert sich nicht noch an die Jubelszenen am Ostersonntag 2005 in der Erwin-Kranz-Halle, als nach über fünf Stunden Spieldauer Ian Maywald den Matchball gegen Conrad Hückstädt verwandelte und der 1. BC Beuel Deutscher Meister im Badminton wurde? Fünf Jahre später greifen die Beueler erneut nach der Meisterschale. Vor dem Finale muss allerdings noch der SC Union Lüdinghausen aus dem Wege geräumt werden. Am Samstag genießen die Beueler im Halbfinal-Hinspiel zuerst Heimrecht (15 Uhr, Erwin-Kranz-Halle), die endgültige Entscheidung fällt bereits am Sonntag, wenn der BC Beuel zum Rückspiel in Lüdinghausen antritt (13 Uhr).

Geht es nach den Experten, dann ist Beuel in dieser Partie der eindeutige Favorit. „Klar, die Favoritenbürde können wir nicht leugnen“, gibt Beuels Trainer Marc Hannes auch zu, „aber wir sollten nicht den Fehler machen, Lüdinghausen zu unterschätzen. Dann könnte es ein böses Erwachen geben. Unser Gegner wird hochmotiviert in die Partie gehen, schließlich ist es das erste Mal, dass sie die Playoff-Runde erreicht haben.“

Der Beueler Trainer möchte sich am Samstag ein beruhigendes Polster für das Rückspiel am Sonntag schaffen. „Ein 7:1 oder auch ein 6:2 wäre mir schon lieb. Wird es knapper, dann erwartet uns in Lüdinghausen ein heißer Tanz.“ 6:2 und 7:1 lauteten die Ergebnisse auch im Verlauf der Punkterunde. Personell ist beim BC Beuel fast alles im grünen Bereich. Lediglich der Rücken von Ian Maywald macht Sorgen. „Er konnte in den letzten Tagen nicht trainieren. Es ist aber etwas besser geworden, man muss jetzt abwarten, wie es sich in der dieser Woche entwickelt," hofft Hannes darauf, dass auch Maywald in den beiden Spielen zur Verfügung steht. Mit ihm hätte man im Herrendoppel sicherlich mehr Möglichkeiten zu variieren, wie es auch in den letzten Punktspielen getestet wurde.

Einschneidende

Ligareformen

Die Englandfraktion der Beueler hat in diesen Tagen einmal eine Woche Zeit, sich von den Strapazen der vielen Turniere der letzten Monate zu erholen. Bei den Swiss Open hinterließen die Akteure zumindest einen recht müden Eindruck. Aber wenn es um den Einzug ins Finale geht, werden die Spieler die Müdigkeit sicherlich vergessen und dafür sorgen, dass die Hoffnung auf einen weiteren Titelgewinn nach 2005 nicht schon nach dem nächsten Wochenende begraben werden muss.

Derweil planen die Verantwortlichen der Badminton-Bundesliga einige einschneidende Reformen. Mitte März sprach sich die Bundesliga-Vollversammlung (Vertretung aller Vereine der Ersten und Zweiten Liga) dafür aus, die Attraktivität der Liga zu steigern. Erreicht werden soll dies durch folgende Änderungen: Es werden nur noch sechs statt acht Spiele während einer Partie ausgetragen werden. Das zweite Herrendoppel und das dritte Herreneinzel werden gestrichen. In der Punkterunde gibt es für einen Sieg drei Punkte statt wie bisher zwei, für ein Unentschieden gibt es einen Punkt.

Der Erstplatzierte der Punkterunde ist direkt für das Finale qualifiziert und genießt in dann nur noch einem Finalspiel Heimrecht. Der Gegner wird ermittelt in einem einzigen Match zwischen dem Zweiten und Dritten der Punkterunde, wobei der Zweite das Spiel zu Hause austragen darf. Dadurch würde die Punkterunde deutlich aufgewertet, da nahezu jedes Spiel von Bedeutung wäre. Die Mannschaften würden fast dazu gezwungen, immer in Bestbesetzung anzutreten.

Darüber hinaus soll die Liga auf zehn Mannschaften aufgestockt werden. In der Saison 2010 / 11 gäbe es keinen Absteiger, die Meister der 2. Bundesliga würden dann aufsteigen. Die Playdown-Runde soll danach entfallen. Die beiden letzten der Punkterunde steigen ab, die Sieger der 2. Bundesliga auf. Marc Hannes gibt den Reformvorschlägen eine gute Chance auf eine endgültige Verabschiedung. Dazu müssen sie in zweiter Lesung am 17. April noch einmal beschlossen werden. Anschließend müsste der Verbandstag Anfang Mai grünes Licht geben. Da diese Reformen nur die Bundesligen beträfen, ist von den Verbänden eigentlich kein Veto zu erwarten. (hei)



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