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Spendenaufruf

Tierheim steht vor der Insolvenz

Von Markus Michalak, 29.03.10, 19:40h

Für das Tierheim Koppelweide sieht es düster aus: Die Unterlagen für den Insolvenzantrag sind bestellt, und wenn es nicht rasch Hilfe gibt, gehen im Tierheim Koppelweide die Lichter aus.

Tierheim Koppelweide
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„Wir müssen leider draußen bleiben“ könnte es bald auch für die Hirtenhündin Luna heißen. Das unterfinanzierte Tierheim Koppelweide wirft jetzt den letzten Rettungsanker. (Bild: Tierheim Koppelweide)
Tierheim Koppelweide
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„Wir müssen leider draußen bleiben“ könnte es bald auch für die Hirtenhündin Luna heißen. Das unterfinanzierte Tierheim Koppelweide wirft jetzt den letzten Rettungsanker. (Bild: Tierheim Koppelweide)
WIEHL - Das jedenfalls befürchtet Rainer Gaertner, Vorsitzender des Tierschutzvereins Oberberg. „Der strenge Winter hat extreme Heizkosten verursacht. Aber auch Personal-, Futter- und Tierarztkosten erdrücken uns“, schildert er die Lage des Tierheims drastisch.

Letzter Rettungsanker für Tierheim Koppelweide

Deshalb ruft der Tierschutzverein jetzt noch einmal alle Tierfreunde dazu auf, an einer großen Spendenaktion teilzunehmen: Unter dem Motto „Rettungsanker für das Tierheim Koppelweide“ sollen für kleinere Spenden zwischen 100 und 300 Euro, für mittlere bis 1000 Euro und für große über 1000 Euroverschiedene Urkunden mit dem Symbol eines Rettungsankers den Spendern überreicht werden.

Gaertner betont, dass das Tierheim auf Dauer nur durch regelmäßige Zuwendungen in einer verlässlichen Größenordnung zu erhalten sei. Wenn das nicht geschehe, müsse das Heim geschlossen werden. Die Schließung käme für die dort beherbergten Tiere natürlich einer Katastrophe gleich. „Wenn andere Tierheime, die ähnliche Probleme haben wie wir, uns wenigstens einen Teil der 300 Tiere abnähmen, wäre das schon viel wert“, meint Gaertner mit sorgenvollem Blick auf die alten und teils kranken Hunde und Katzen, für die sich wahrscheinlich niemand mehr erbarmen werde.

Abgesehen von den Tieren, die in Not gerieten, würde eine Insolvenz des Tierheims auch den Verlust einiger Arbeitsplätze bedeuten, die bei der Schließung wegfielen.

„Es ist ein schlimmer und auf Dauer untragbarer Zustand, ewig um Almosen betteln zu müssen, damit unser Tierheim weiter existieren kann“, beklagt sich Gaertner. Sehr viel sei in den vergangenen vier Jahren verbessert worden - von zahlreichen Sanierungen über strukturelle und hygienische Verbesserungen bis hin zu den neu geschaffenen Freigehegen und Ausläufen für die Tiere, doch eins hätte sich nicht geändert: die dauerhafte finanzielle Not.

Vom Oberbergischen Kreis, der die Möglichkeit finanzieller Hilfen prüfen wollte, erwartet Gaertner keine Unterstützung mehr. „Das waren wohl leere Versprechen.“



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