EUSKIRCHEN. Er war ein Widerstandskämpfer gegen das NS-Terrorregime und wollte mit zwei Minen in den Manteltaschen nicht nur Adolf Hitler töten, sondern auch Reichsmarschall Hermann Göring, Reichsinnenminister Heinrich Himmler sowie Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel und Großadmiral Karl Dönitz. Der Plan, den er für den 21. März 1943 gefasst hatte, scheiterte. Doch Rudolf-Christoph Freiherr von Gersdorff gab nicht auf, schloss sich der Widerstandsgruppe um Claus Schenk Graf von Stauffenberg und Generalmajor Henning von Tresckow an und bewahrte Sprengstoff und Zünder auf. Die Euskirchener Kaserne an der Kommerner Straße ist nach Generalmajor Freiherr von Gersdorff benannt. Und gestern gedachten Abordnungen der dort beheimateten Dienststellen sowie der Marinekameradschaft und der Stadt Euskirchen des Widerstandskämpfers. Bei leichtem Regen erinnerten sowohl Brigadegeneral Walter Schmidt-Bleker als auch Gero von Gersdorff, ein Neffe des 1980 verstorbenen Generalmajors, an den mutigen Christen, der nur wegen der Verschwiegenheit seiner inhaftierten Gleichgesinnten der Verhaftung und Hinrichtung entgehen konnte. An der Zeremonie an der Kasernenwache nahm auch die stellvertretende Euskirchener Bürgermeisterin Christiane Loeb teil.