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Neubau

Modernstes Archiv Europas geplant

Von Christian Deppe, 02.03.10, 14:39h

Am Eifelwall soll für rund 100 Millionen Euro das neue Stadtarchiv entstehen - ein mehrgeschossiger Gebäudekomplex mit 30.000 Quadratmetern Fläche. Es soll das sicherste und modernste Kommunalarchiv in Europa werden.

Neubau Stadtarchiv
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Am Eifelwall soll in den kommenden Jahren der Neubau entstehen.
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Am Eifelwall soll in den kommenden Jahren der Neubau entstehen.
Aus den Trümmern soll ein Neubau erstehen, der in die Zukunft weist - "das künftig sicherste und modernste Kommunalarchiv in Europa" (Kulturdezernent Georg Quander). Ein Standort für das neue Historische Archiv ist bereits gefunden: Auf einem städtischen Gelände an der Kreuzung von Luxemburger Straße und Eifelwall soll für rund 100 Millionen Euro ein mehrgeschossiger Gebäudekomplex mit einer Bruttogeschossfläche von über 30 000 Quadratmetern entstehen, der neben dem Stadtarchiv auch die Kunst-und Museumsbibliothek sowie das Rheinische Bildarchiv aufnimmt.

Oberbürgermeister Jürgen Roters hat angekündigt, der Bau werde noch in der laufenden Amtszeit seiner Bestimmung übergeben, das heißt spätestens im Herbst 2015. Zurzeit wird ein Architektenwettbewerb vorbereitet, dessen Ergebnis nach den Worten von Engelbert Rummel, dem Chef der Gebäudewirtschaft, noch in diesem Jahr vorliegen soll. Rummel rechnet damit, dass das Gelände 2011 freigeräumt wird und der eigentliche Bau 2012 beginnt.

Für die Zwischenzeit hat die Stadt das Hochregallager eines großen Möbelhauses an der Frankfurter Straße angemietet. Es wird umgebaut und soll danach auch über eine Digitalisierungs- und Restaurierungswerkstatt verfügen. Zur Jahresmitte soll das Provisorium bezugsfertig sein. Die Archiv-Verwaltung wird in einem Bürogebäude am Heumarkt untergebracht, wo auch ein digitaler Lesesaal und Ausstellungsflächen zur Verfügung stehen.

Etwa 85 Prozent der verschütteten Archivalien konnten bislang geborgen werden. Ein geplantes Bergungsbauwerk soll die Rettung weiterer Archivgüter ermöglichen. Die bislang geborgenen Dokumente sind noch auf eine Vielzahl von Archiven in Deutschland verteilt; sie sollen nach Bezug des Provisoriums nach und nach in Porz zusammengeführt werden. Zum Teil konnten Dokumente in erstaunlich gutem Zustand geborgen werden, andere sind jedoch unwiederbringlich verloren.

Die Restaurierung hat begonnen, wird aber noch Jahrzehnte andauern. 200 Restauratoren würden 30 Jahre brauchen, um die Archivalien aufzuarbeiten. Immerhin 3,5 Millionen Einzelfetzen wurden gefunden, die einem riesigen Puzzle gleich nun zusammengefügt werden müssen. Allein für die Restaurierung sind Kosten von 350 bis 500 Millionen Euro veranschlagt. Weil die Stadt diese Summe jedoch allein nicht aufbringen kann, soll nun eine Stiftung ins Leben gerufen werden. Immerhin konnten zwei der wertvollsten Werke dank eines Patenschaftsmodells bereits wieder der Öffentlichkeit übergeben werden: zwei Handschriften von Albertus Magnus.



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