Von Uli Jansen, 04.03.10, 12:10h
Nach dem Willen der FDP soll diese Erhebung nun erst einmal einer breiteren wissenschaftlichen Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Denn: "Starker Fluglärm macht ohne Frage krank", sagt FDP-Lärmschutzbeauftragte Judith Skudelny in Berlin. Reflexartige Forderungen nach einer Grenzwertverschärfung wären jedoch verfrüht. Denn ob die Studie tragfähige neue Erkenntnisse beinhalte, sei nicht zweifellos klar.
Die Expertise war aufgrund von Flugbewegungen aus dem Jahr 2004 erstellt worden. Aus dieser Zeit stammt auch eine weitere Erhebung des Fluglärmexperten aus Musweiler in der Eifel, die sich mit der Medikamenteneinnahme von Menschen, die im Umfeld des Flughafens wohnen, auseinander setzt.
Flughafen investiert in Schutzmaßnahmen
Der Flughafen in der Region hatte durch die Ansiedlung der Billigflieger in den vergangenen acht Jahren einen deutlichen Aufschwung erlebt und eine Vielzahl von Arbeitsplätzen am Airport und der Umgebung gesichert. Die Zahl der Flugbewegungen seit dem für die Erhebung relevanten Jahr 2004 ist allerdings zurückgegangen: Statt 36 200 in 2004 gab es im vergangenen Jahr 32 200 Starts und Landungen. Insgesamt sank die Zahl der Flugbewegungen in den fünf Jahren von 152 000 auf 137 200 in 2009. Da die Flugzeuge, die eine Landeerlaubnis bekommen, immer leiser werden, hat sich zudem der Dauerschallpegel an allen Messstationen verringert.
Der Flughafen Köln/Bonn - der seit den 90er Jahren rund 70 Millionen Euro in den Schallschutz investieren muss - wollte sich gestern zu der Studie nicht äußern.
Fluglärm und Krebs: Experten sollen Untersuchung prüfen
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