Schriftgröße

Gesamtschule

Fünf Anmeldungen zu wenig

Von Heike Hüschemenger, 05.03.10, 15:12h, aktualisiert 06.03.10, 10:35h

Die nötigen Anmeldungen für die geplante Gesamtschule in Morsbach sind nicht zusammengekommen. Damit wurde die Auflage für eine Errichtung der Gesamtschule, die das Verwaltungsgericht Köln gemacht hatte, nicht erfüllt.

Lindlahr Lehrer
Bild vergrößern
Auch nach der eigenen Zukunft fragten die Lehrerinnen und Lehrer der weiterführenden Schulen den Kölner Regierungspräsidenten Hans Peter Lindlar (l.). (Foto: Krempin)
Lindlahr Lehrer
Bild verkleinern
Auch nach der eigenen Zukunft fragten die Lehrerinnen und Lehrer der weiterführenden Schulen den Kölner Regierungspräsidenten Hans Peter Lindlar (l.). (Foto: Krempin)
MORSBACH - Da hat Michael Jaeger, kommissarischer Leiter der Gesamtschule Morsbach, Bürgermeister Jörg Bukowski zu früh gratuliert. Denn kaum, dass per Gericht die Durchführung des Anmeldeverfahrens durchgesetzt war, schüttelte Jaeger Bukowski die Hand.

Für den erfahrenen Pädagogen schien es keine Frage, dass aufgrund der vielen abgewiesenen Schüler in Waldbröl und Reichshof die 112 erforderlichen Anmeldungen für eine Gesamtschule in Morsbach zusammenkommen. Doch er irrte: Am gestrigen letzten Anmeldetag stand am Mittag fest: Es hat nicht gereicht. 107 Anmeldungen wurden abgegeben, davon waren 94 Erst- und 13 Zweitanmeldungen. "Die geplante Gesamtschule kann demnach nicht errichtet werden", meldete die Bezirksregierung bereits um 15 Uhr.

Eine Stunde später informierte Bürgermeister Bukowski die Presse. "Ich bin stark enttäuscht, vor allem weil es so knapp gewesen ist", sagte er mit Blick auf die fünf fehlenden Anmeldungen. In der kommenden Woche will er mit dem Anwalt die weitere Vorgehensweise in dem noch laufenden Gerichtsverfahren beraten. "Unsere Position ist natürlich jetzt geschwächt."

Enttäuscht ist Bukowski nicht über die Morsbacher Eltern, denn 83 haben ihre Kinder angemeldet. Nicht nachvollziehbar ist für ihn jedoch, dass nur zwei Anmeldungen aus der Nachbargemeinde Friesenhagen sowie zehn aus Reichshof und zwölf aus Waldbröl kamen, obwohl an den beiden Gesamtschulen im Südkreis jeweils über 90 Kinder abgelehnt worden sind.

Zum einen sieht er den Grund in der Verunsicherung der Eltern, zu der die Politik und der RP beigetragen hätten. Zum anderen kritisiert er die Abwehrhaltung aus Waldbröl, wo keine Informationen über das Morsbacher Schulangebot weitergegeben worden seien. "Dennoch werde ich weiter das Ziel verfolgen, hier eine Gesamtschule hinzubekommen, um den Schulstandort und die Gemeinde zu stärken", sagt Bukowski, der der Hauptschule trotz ihrer guten Arbeit keine Zukunft gibt. "Und für die Realschule ist das Schulzentrum viel zu groß." Von einer Verbundschule, die die Bezirksregierung jetzt erneut für die Haupt- und Realschule propagiert, hält er gar nichts. "Die wollen die Eltern nicht."

Bukowski gibt sich überzeugt, dass sich nach der Landtagswahl Entwicklungen zugunsten Morsbachs auftun werden: "Man wird nach dem 9. Mai nicht mehr an den Hauptschulen festhalten können." Richtig ist aus seiner Sicht, die Mensa und Versammlungsstätte durchzuziehen, da die Mittel aus dem Konjunkturpaket II bis Ende 2011 verbaut sein müssen. Denn an der Hauptschule gebe es bereits den Ganztag, und die Realschule sollte ihn schnellstens einführen.



Die Kölnische Rundschau im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Rundschau zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


Anzeige


Anzeige



Handball exklusiv


Extra


Extra


Bildergalerien


Veranstaltungssuche

 

Veranstaltungs-Tipps

Manic Street Preachers

22. April 2012,
E-Werk Köln

 

Kino & Film - Suche


Rundschau-Service


Rundschau-Service


Rundschau-Forum


Top-Links (Anzeige)


RHEINLAND WETTER



Lokalsport


Extra


Dienste