Erstellt 08.03.10, 19:00h
Ziel ist es, die zurzeit noch vier schienengleichen Bahnübergänge in Mechernich zu ersetzen, vor denen sich zurzeit mindestens viermal pro Stunde, insgesamt 56 Mal an einem durchschnittlichen Werktag, die Autos stauen. Den Löwenanteil der 10,2 Millionen Euro Baukosten für den "Durchstich Bahnhofsberg" trägt mit 6,25 Millionen Euro der Bund. 3,3 Millionen Euro kommen von der Deutschen Bahn AG, den Rest teilen sich das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Mechernich.
"Der Durchstich Bahnhofsberg ist städtebaulich und strukturpolitisch der größte Fortschritt seit Jahrzehnten", sagte Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, der gleichzeitig mit dieser Maßnahme einen barrierefreien Bahnhof schaffen möchte. Die Stadt verhandelt derzeit über die Investitionskosten von einer Million Euro für eine Stahlbrücke zu einem neuen, barrierfreien, 160 Meter langen Mittelbahnsteig.
Laut Bürgermeister Schick und Fachbereichsleiter Thomas Hambach zeichnet sich auch für Strempt eine Lösung ab. Dort sollen die beiden örtlichen Bahnübergänge ebenfalls 2011 durch Tunnel ersetzt werden - und zwar durch eine Straßenunterführung vor Haus Rath und einen Fußgängertunnel in Höhe der St.-Rochus-Pfarrkirche. Auch in Sachen Bahnhofsgebäude tut sich etwas. Nach Plänen des Holzheimer Architekten Peter Sampels soll dieses in einen lichtdurchfluteten, modernen Glaskomplex verwandelt werden. Bauherr Rolf Schäfer vom Mechernicher Busunternehmen "Schäfer Reisen" will in der neuen "Gleis-Passage", so der Name, Akzente setzen, die nichts mehr mit dem Bahnhofsklischee vergangener Jahrzehnte zu tun haben.(pp/ron)
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