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Unfall

Kleinbus schleudert ins Schlafzimmer

Von Guido Wagner, 09.03.10, 11:43h, aktualisiert 09.03.10, 18:50h

Der 53-jährige Fahrer eins Kleinbuses ist mit seinem Gefährt von der Straße abgekommen, hat eine Hauswand durchbrochen und ist erst kurz vor dem Schlafsofa der Hausbewohnerin zum Stehen gekommen. Das Haus ist vorerst unbewohnbar.

Bus in Fachwerkhaus
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Ein Kleinbus ist in einem Fachwerkhaus gelandet. (Bild: Daub)
Bus in Fachwerkhaus
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Ein Kleinbus ist in einem Fachwerkhaus gelandet. (Bild: Daub)
BECHEN - Ein Krachen, Glas splittert, dann fliegen schwere Mauerbrocken aus dem Nachbarzimmer durch die Tür - bis kurz vor die Couch, auf der Brigitte Kirchner hochgeschreckt ist. Um Haaresbreite ist die 51-jährige Bewohnerin des kleinen Fachwerkhauses einer Katastrophe entgangen.

Im Nachbarzimmer klafft ein riesiges Loch in der Wand des Schlafzimmers. Da, wo noch vor wenigen Minuten ein Fenster war, steht jetzt ein Kleinbus. Der Fahrer hinter dem Steuer ist verletzt.

Fachwerkhaus vorerst nicht bewohnbar

Wie die Polizei später mitteilt, ist der 53-Jährige gegen 6.45 Uhr auf der B 506 in Richtung Wipperfürth unterwegs gewesen, um seine ersten Fahrgäste an diesem Tag abzuholen. Auf gerader Strecke prallt er mit seinem rund anderthalb Tonnen schweren Kleinbus gegen einen am rechten Fahrbahnrand geparkten Ford Fiesta, verliert die Kontrolle über sein Fahrzeug, schleudert quer über die Straße, durch den Vorgarten in die Wand des Fachwerkhauses. Laut Polizei könnten gesundheitliche Probleme des Fahrers als mögliche Unfallursache in Betracht kommen.

Überall liegen am Unfallort Trümmerteile, der geborstene Zaun, Steine, ein Blumenkübel ist ins Haus katapultiert worden. Martinshorn kommt näher, Blaulicht. Der Rettungsdienst kümmert sich um den Verletzten, bringt ihn ins Krankenhaus. Die Freiwillige Feuerwehr streut ausgelaufenes Öl ab. Insgesamt sind zehn Kräfte unter Leitung von Daniel Gerstmann im Einsatz. Kürtens Wehrführer Stefan Landwehr kommt zur Unfallstelle. Nach Rücksprache mit einem Statiker stützen die Feuerwehrleute das Obergeschoss über dem Loch in der Wand mit Eisenstempeln ab.

Die Bewohnerin hat unterdessen bei einem Bekannten Zuflucht gefunden. „Das Haus ist erstmal nicht bewohnbar“, sagt ihr Vermieter Friedhelm Scheele. „Unsere Mieterin muss wohl vorübergehend in ein Hotel umziehen.“

Noch am Vormittag begann der Hauseigentümer mit den Aufräumarbeiten. „Wir müssen die Wand hier so schnell wie möglich wieder zukriegen“, so der Vermieter. „Ein Glück, dass nicht noch Schlimmeres passiert ist.“



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