Erstellt 09.03.10, 15:14h, aktualisiert 09.03.10, 15:17h
Das Beben in der ostanatolischen Provinz Elazig hatte Montag im Osten mehrere Dörfer verwüstet. Dutzende aus getrockneten Lehmziegeln gebaute Häuser stürzten ein. Etwa 100 Menschen wurden verletzt. Lehmziegel zerbröckeln bei Erdbeben leicht, so dass es zu besonders vielen Opfern kommen kann. Am Dienstag gingen Aufräumarbeiten weiter. Helfer brachten die Überlebenden des Bebens zunächst in Zelten unter.
In Istanbul seien etwa 70 Prozent der Gebäude nicht gegen die Auswirkungen eines starkes Erdbebens geschützt, berichtete die türkische Wirtschaftszeitung „Referans“ am Dienstag. Nach den schweren Erdbeben im Nordwesten der Türkei, bei denen 1999 mindestens 18 000 Menschen starben, sind nach den Angaben des Blattes bisher nur fünf Prozent der Gebäude baulich geschützt worden. Bauingenieure hatten im vergangenen Jahr bei einer internationalen Tagung in Istanbul vor den verheerenden Folgen eines schweren Erdbebens gewarnt, dass der Megastadt am Bosporus droht. (dpa)
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