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Landschaftspark

Der Tempel wird nachgebaut

Erstellt 10.03.10, 19:06h

Ein Archäologischer Landschaftspark soll ein Highlight für Nettersheim werden. Die Dichte der entdeckten Anlagen ist einzigartig: Tempel, Siedlung, Straße, Straßenstation und einer spätantiken Befestigung aus der Römerzeit finden sich hier.

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Archäologen haben im Sommer den römischen „vicus“ am Steinrütsch bei Nettersheim untersucht. Das Gebiet soll Bestandteil des Landschaftsparks werden. (Archivbild: Hilgers)
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Archäologen haben im Sommer den römischen „vicus“ am Steinrütsch bei Nettersheim untersucht. Das Gebiet soll Bestandteil des Landschaftsparks werden. (Archivbild: Hilgers)
NETTERSHEIM - „Das wird etwas ganz Besonderes“, freut sich Nettersheims Bürgermeister Wilfried Pracht schon jetzt auf den archäologischen Landschaftspark, der zwischen der Tempelanlage Görresburg und der „Steinrütsch“ entstehen soll. Dort hatte es in der Antike einmal durchaus „städtisches Leben“ gegeben mit 500 bis 600 Menschen. Der Landschaftspark wird ein kulturhistorischer Höhepunkt an der Römerstraße. Einzigartig ist die Dichte der entdeckten Anlagen. Auf überschaubarem Raum befinden sich dort eine Einheit aus Tempel, Siedlung, Straße, Straßenstation und einer spätantiken Befestigung, die gut nachvollziehen lassen, wie die Römer siedelten. Einzigartig soll auch die Präsentation dieser Anlage werden. Mit Hochdruck, so Pracht, werde derzeit an einem Konzept gearbeitet: Das muss bis zum 2. April stehen.

Seitens der Gemeinde hat die Archäologin Dr. Imke Ristow mit dem Bürgermeister die Projektkoordination. Dem Anders als bei der römischen Villa in Blankenheim – ebenfalls eine Station auf der Römerstraße – , sollen in Nettersheim Teile der antiken Siedlung rekonstruiert werden. So soll etwa der Tempel wieder aufgebaut werden, ebenfalls nachgebildet werden der Wehrturm und die Pferdewechselstation. In Auftrag gibt die Gemeinde Nettersheim den Bau eines römischen Reisewagens, der Besucher zu den Sehenswürdigkeiten bringen wird. Dabei wird das von zwei Pferden gezogene Mobil am Bahnhof abfahren.

Rund anderthalb Stunden wird die 3,5 Kilometer lange Fahrt dauern, die Passagieren das Gefühl vermitteln soll, wie zur Römerzeiten zu reisen. Insgesamt acht Stunden am Tag kann dieses touristische Highlight genutzt werden. Außerdem ist daran gedacht, unter dem Motto „experimentelle Archäologie“ Angebote für Kinder zu schaffen. Mit den Info-Zentren, die außer in Nettersheim im Römisch-Germanischen Museum in Köln sowie im Museum Zitadelle in Jülich entstehen und die auf die Sehenswürdigkeiten entlang der Römerstraße verweisen, erhofft man sich einen erheblichen touristischen Mehrwert.



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