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3:1-Hinspielsieg

Hamburg fegt Anderlecht vom Platz

Erstellt 11.03.10, 23:24h

Der Hamburger SV setzt sich im Hinspiel des Europa-League-Achtelfinals verdient mit 3:1 gegen den RSC Anderlecht durch. Nach anfänglichen Problemen drehte das Team von Coach Bruno Labbadia auf.

HSV - Anderlecht
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Die HSV-Spieler verabschieden sich von ihren Fans. (Bild: dpa)
HSV - Anderlecht
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Die HSV-Spieler verabschieden sich von ihren Fans. (Bild: dpa)
HAMBURG - Ruud van Nistelrooy hat dem Hamburger SV mit seinem ersten Tor vor heimischer Kulisse zu einer guten Ausgangslage in der Europa League verholfen. Die Hanseaten setzten sich am Donnerstag im Achtelfinale-Hinspiel gegen den RSC Anderlecht mit 3:1 (2:1) durch. Joris Mathijsen (23. Minute), van Nistelrooy (40.) und David Jarolim (76.) trafen für den HSV, der ärgerliche Gegentreffer ging auf das Konto von Jonathan Legear (45.). Im Rückspiel in einer Woche beim Tabellenführer der belgischen Jupiler League kann sich der HSV damit auch eine Niederlage mit einem Tor Differenz leisten, um weiter vom Finale am 12. Mai im eigenen Stadion träumen zu dürfen.

"Ich denke, dass wir mehr als verdient gewonnen haben", sagte Hamburgs Trainer Bruno Labbadia, warnte aber gleichzeitig vor dem zweiten Duell in Belgien: "Das wird noch ein heißer Tanz." Torschütze Mathijsen ärgerte der Gegentreffer: "Schade wegen des Gegentores, da ist man dann ein bisschen enttäuscht." Van Nistelrooy kommentierte sein sehenswertes Tor: "Da muss man auch ein bisschen Glück haben."

Offensivfeuerwerk nach der Führung

   Labbadia überraschte mit van Nistelrooy anstelle des jungen Tunay Torun in der Startelf - die einzige Änderung im Vergleich zur Partie gegen Hertha BSC. Für Aufsehen sorgte vor 34.921 Zuschauern dann aber zunächst doch ein Youngster, allerdings auf Seiten der Gäste: Der 16-jährige Romelu Lukaku hielt die HSV-Hintermannschaft anfangs auf Trab und brachte Mathijsen und Co. mehrmals in Verlegenheit. Der RSC setzte auf Konter, ließ am Ende aber die nötige Präzision vermissen.

   Auch der Angriff der Hanseaten brachte gegen sehr tief stehende Belgier zunächst kaum Zählbares zustande. Für das etwas glückliche 1:0 sorgte dann bezeichnenderweise Abwehrchef Mathijsen: Nach einem Abwehrschnitzer der Gäste fiel der Ball dem Niederländer im Strafraum vor die Füße, und Mathijsen ließ mit einem platzierten Schuss Torwart Silvio Proto keine Chance. Beflügelt von der Führung legte der HSV nach, Mladen Petric (35.) setzte einen Versuch neben den Pfosten.

   Eingeleitet hatte den Angriff van Nistelrooy, der es fünf Minuten später besser machte als sein Sturmpartner: Eljero Elia steckte im Strafraum zum Landsmann durch, der Winter-Neuzugang nahm aus spitzem Winkel Maß und lupfte den Ball an Proto vorbei ins Netz. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff folgte dann der kleine Rückschlag, als Legear einen Freistoß unhaltbar für HSV-Keeper Frank Rost in den Winkel zirkelte.

Toller Einsatz des Niederländers

   In der 56. Minute bugsierte van Nistelrooy den Ball erneut ins Tor, die Jubelrunde unterbrach Schiedsrichter Laurent Duhamel dann aber jäh: Abseits. Van Nistelrooy hätte sich für eine engagierte Leistung zum zweiten Mal selbst belohnt: Der Niederländer ackerte ungemein, holte sich viele Bälle aus dem Mittelfeld und überzeugte bei seinem Startelf-Debüt mit hohem Laufpensum.

   Van Nistelrooys Kampfgeist steckte in der Schlussphase das gesamte Team an, das von Kapitän Jarolim belohnt wurde, der per Volleyschuss von der Strafraumgrenze das 3:1 erzielte. In den Schlussminuten mussten die Hausherren zwar noch einige wütende Angriffe der Gäste überstehen, retteten das Ergebnis schließlich aber über die Zeit. (dpa) Hamburger SV - RSC Anderlecht 3:1 (2:1)

Hamburger SV: Rost - Rincón, Rozehnal, Mathijsen, Aogo -Jarolim, Zé Roberto - Elia (78. Trochowski), Jansen - van Nistelrooy, Petric

RSC Anderlecht: Proto - Gillet, Juhasz, Mazuch, Deschacht -Kouyaté, Biglia, van Damme - Legear, Lukaku, Kanu (77. Suárez)

Schiedsrichter: Duhamel (Frankreich) - Zuschauer: 34 921

Tore: 1:0 Mathijsen (23.), 2:0 van Nistelrooy (40.), 2:1 Legear (45.), 3:1 Jarolim (76.)

Beste Spieler: Petric, Jarolim / Biglia, Kouyaté



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