Erstellt 12.03.10, 15:55h, aktualisiert 12.03.10, 15:56h
Es gehöre zu den Leitlinien, dass der Betrieb eines Flughafens in privater Hand liegen solle, heißt es in einem Brief der Provinzverwaltung an das Regionalparlament in Zwolle. "Wir erwägen somit weder eine Beteiligung am Betrieb des Flughafens Twente noch am Flughafen Münster/Osnabrück". Bislang hält alleine die Handelskammer von Twente 0,034 Prozent Anteile an dem westfälischen Flughafen.
Militärbasis soll Regionalflughafen werden
Die Niederländer wollen in Enschede unweit der deutschen Grenze einen alten Militärflughafen zu einem Regionalairport ausbauen. Das umstrittene Vorhaben war kurz vor Weihnachten im Regionalparlament in Zwolle vorläufig gestoppt worden. Vor einer endgültigen Entscheidung sollen die Pläne nochmals überarbeitet werden. Sie sollen nun im Juni dem Regionalparlament vorgelegt werden, teilte die Provinz mit.
Die niederländische Provinzverwaltung bot dem Flughafen Münster/Osnabrück an, sich an der Ausschreibung für den Flughafen Twente zu beteiligen. "Je nachdem wie die Ergebnisse der Ausschreibung und die Bestimmung des Flughafenbetreibers ausfallen, werden wir sondieren, auf welche Weise Abstimmung und Kooperation mit dem Flughafen Münster/Osnabrück beiden Flughäfen zum Vorteil gereichen kann." Verbesserungen der Infrastruktur im deutsch-niederländischen Grenzraum stehe die Provinz positiv gegenüber. Die Deutschen hatten bessere Bahn- und Busverbindungen von Enschede zum FMO vorgeschlagen.
Niederländische, aber auch deutsche Grenzgemeinden wie Nordhorn und Bad Bentheim hatten gegen die Flughafenpläne protestiert. Sie befürchten vor allem Einbußen im Tourismus wegen der drohenden Fluglärmbelastung. (dpa/lnw)
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