Erstellt 16.03.10, 10:33h, aktualisiert 16.03.10, 12:22h
Ortseifen soll die Lage der Bank wenige Tage vor deren Absturz geschönt und außerdem seine Dienstvilla ohne Zustimmung des Aufsichtsrats für 120 000 Euro ausgebaut haben. Für die Milliardenverluste selbst hatte sich der Verdacht der Untreue nicht erhärtet.
Die IKB Deutsche Industriebank ist auf Finanzierungen für mittelständische Unternehmen spezialisiert. Sie wurde 1924 in Berlin von Unternehmern für Unternehmer gegründet. 1974 fusionierte sie mit der Düsseldorfer Industriekreditbank. In den vergangenen Jahrzehnten war sie ein enger Partner der staatlichen KfW bei der Durchleitung von KfW-Programmen für den Mittelstand. Seit 2001 war die KfW Großaktionärin bei der IKB. Im Zuge der IKB-Rettung baute sie ihren Anteil auf gut 90 Prozent aus. Im Sommer 2008 verkaufte die KfW ihre Beteiligung an den Finanzinvestor Lone Star.
Die IKB-Krise brach im Sommer 2007 aus. Die Mittelstandsbank geriet im Zuge der US-Hypothekenkrise in eine existenzbedrohende Schieflage. Mit milliardenschweren Hilfspaketen retten Banken - vor allem die KfW - und der Bund die IKB vor dem Untergang. Dreh- und Angelpunkt der IKB-Krise war der Investmentpool Rhineland Funding, der einen Teil seines Kapitals in US-Immobilienkredite mit schwacher Bonität (Subprime) investierte. Beraten wurde der Pool von der IKB, die auch Liquiditätslinien bereitstellte. Das Portfolio belief sich nach früheren Angaben auf bis zu fast 13 Milliarden Euro. Bei der IKB-Rettung wurde die Düsseldorfer Bank von dieser Last befreit. (dpa)
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