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Vorsichtig optimistisch

BMW will 2010 mehr verdienen

Erstellt 17.03.10, 16:58h

Nach zwei Jahren mit schmalen Gewinnen bleibt BMW vorsichtig optimistisch für das laufende Geschäftsjahr. Der Autobauer bekräftigte sein Ziel, 2010 mehr als 1,3 Millionen Autos zu verkaufen und ein besseres Ergebnis als im Vorjahr zu erwirtschaften.

BMW - Bilanz
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BMW verbuchte einen weiteren Gewinnrückgang. (Bild: dpa)
BMW - Bilanz
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BMW verbuchte einen weiteren Gewinnrückgang. (Bild: dpa)
MÜNCHEN - BMW will nach zwei Jahren mit schmalen Gewinnen deutlich mehr Geld verdienen. Dennoch bleibt der Autobauer nur vorsichtig optimistisch für 2010. Zuwächse soll es in Asien geben.

BMW bekräftigte sein Ziel, in diesem Jahr mehr als 1,3 Millionen Fahrzeuge abzusetzen und ein besseres Ergebnis als im Vorjahr zu erwirtschaften. „Wir wollen 2010 der weltweit führende Premiumhersteller bleiben und unseren Absatz im soliden einstelligen Prozentbereich steigern”, sagte BMW-Chef Norbert Reithofer am Mittwoch. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern etwa ein Zehntel weniger Autos verkauft und weltweit rund 1,29 Millionen Autos der Marken BMW, Mini und Rolls Royce ausgeliefert.

Eine genauere Vorhersage wollte Reithofer nicht machen. Für die Zukunft setzt der Hersteller große Hoffnung auf die neue Generation der besonders als Geschäftswagen beliebten 5er-Reihe. Diese soll nahezu ein Fünftel des Gesamtabsatzes der Kernmarke BMW ausmachen. Zudem peilt BMW deutliche Zuwächse in Asien an. „Die Wachstumsmärkte verschieben sich nach Osten”, sagte Reithofer. Das Unternehmen werde seine Kapazitäten in China ausbauen und dort kräftig investieren.

Insgesamt habe die von der Wirtschaftskrise hart getroffene Autoindustrie zwar die Talsohle durchschritten. Von einer anhaltenden Erholung könne aber noch nicht gesprochen werden. „Angesichts der massiven Einbrüche in den vergangenen zwei Jahre wird es jedoch noch erhebliche Zeit in Anspruch nehmen, bis weltweit auf den Automärkten das Niveau vor Ausbruch der Krise wieder erreicht wird”, heißt es im Geschäftsbericht. „Wir haben momentan eine Wirtschaft, die weit weg ist von normal”, sagte Reithofer.

Nach einem deutlich Absatzplus im Januar und Februar geht BMW angesichts des Modellwechsels beim 5er im März von einem geringeren Wachstum der Verkaufszahlen aus. „Generell erwarten wir noch kein starkes erstes Quartal. Wir gehen davon aus, dass sich der Absatz im Vergleich zum vierten Quartal 2009 saisonal bedingt verringert”, sagte Finanzvorstand Friedrich Eichiner. Bis 2020 will BMW jährlich weltweit mehr als zwei Millionen Fahrzeuge verkaufen.

Im vergangenen Jahr hatte BMW deutlich weniger Autos verkauft und einen Gewinnrückgang verbucht. Insgesamt kamen die Münchener aber besser durch das Krisenjahr als erwartet. Unter dem Strich verbuchte der Konzern einen Gewinn von 210 Millionen Euro - nach 330 Millionen Euro 2008. Der Umsatz sank um 4,7 Prozent auf 50,6 Milliarden Euro. Die Zahlen hatte BMW bereits in der vergangenen Woche mitgeteilt.

Anders als der Konkurrent Daimler will BMW eine unveränderte Dividende von 30 Cent je Stammaktie und 32 Cent je Vorzugsaktie zahlen. Die Mitarbeiter werden allerdings auf eine Erfolgsbeteiligung verzichten müssen. Der Konzern beschäftigt nach einem Abbau von rund 3800 Stellen weltweit etwa 96 230 Menschen. (dpa)



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