Von Ralf Arenz, 17.03.10, 17:07h, aktualisiert 17.03.10, 21:44h
Im abgelaufenen Jahr hat die Wirtschaftskrise den Umsatz um 23,1 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro gedrückt. Insgesamt habe die Auslastung der Anlagen nur bei 70 Prozent gelegen. Allerdings habe es von Quartal zu Quartal einen Anstieg gegeben. Im Schlussquartal habe beispielsweise die hohe Nachfrage nach Winterreifen in Europa und Nordamerika vor allem das Kautschuk-Geschäft des Konzerns angetrieben, so Heitmann.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen und Sondereinflüssen (Ebitda) erreichte 465 (722) Millionen Euro. Das Konzernergebnis sank auf 40 (183) Millionen Euro.
„Lanxess hat den Belastungstest gut bestanden“, sagte Heitmann. Der Konzern habe frühzeitig auf die Nachfrageschwäche reagiert und die großen Produktionsanlagen darauf eingestellt. Außerdem hat das Programm Challenge 09-12, das auch Entgeltverzicht und die Verschiebung von Gehaltsanpassungen vorsieht, laut Finanzvorstand Matthias Zachert 170 Millionen Euro eingespart. Bis 2012 sollen die Kosten mit ihm um 360 Millionen gesenkt werden. Vor allem habe sich aber der Umbau des Konzerns und die Konzentration auf die weniger krisenanfällige Spezialchemie und auf Wachstumsmärkte ausgezahlt, so Heitmann. Beispielsweise steige die Nachfrage nach Reifenkautschuk, weil der Bedarf an modernen Reifen überproportional zulegen werde. Auch die Nachfrage nach hygienischem Wasser nehme massiv zu und damit auch die Nachfrage nach Chemikalien, die es reinigen.
Freuen können sich die Aktionäre über eine unveränderte Dividende von 50 Cent pro Aktie. 41,6 Millionen Euro schüttet das Unternehmen an seine Anteilseigner aus. Lanxess sieht sich laut Heitmann als Dividendentitel und betreibt seit vier Jahren eine kontinuierliche Dividendenpolitik.
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