Von Detlef Fechtner, 18.03.10, 21:20h, aktualisiert 25.03.10, 12:31h
Dass er fast im gleichen Atemzug über die Chance sprach, alternativ den Internationalen Währungsfonds (IWF) anzupumpen, wurde vielerorts als Drohung verstanden. In dem Sinne: Falls die Spekulanten nicht von ihren Attacken ablassen und Europa trotzdem keine Notfall-Hilfen garantiert, dann ruft Griechenland eben die globale Finanz-Feuerwehr.
Die EU-Kommission wiederum wiederholt gebetsmühlenartig, dass Athen bislang keine Hilfen angefordert habe. Solange eine solche Anfrage nach finanzieller Unterstützung aus Athen nicht vorliege, sei es deshalb zu früh, über konkrete Angebote zu sprechen. Im Falle eines Falles lägen die Notfall-Pläne aber in der Schublade bereit.
Damit setzen sich auch drei Tage nach dem Treffen der Euro-Gruppe die Irritationen darüber fort, was vereinbart ist und was nächste Woche beim EU-Gipfel womöglich beschlossen werden soll. An den Finanzmärkten sorgte das Hin und Her zunächst einmal wieder für schlechte Stimmung. Der Euro gab deutlich nach, die Risikoaufschläge für die Schuldtitel Griechenlands weiteten sich aus.
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