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Nach 19 Jahren

Serien-Vergewaltiger überführt

Erstellt 19.03.10, 16:03h, aktualisiert 19.03.10, 16:14h

In 100 Fällen soll ein Familienvater aus der Eifel mit einer Mitleidsmasche Sexualstraftaten begangen haben. Ein DNA-Abgleich brachte es ans Licht: Bei dem vor wenigen Tagen Festgenommenen handelt es sich um den Täter.

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Die Polizei hat in der Eifel einen mutmaßlichen Serienvergewaltiger festgenommen. (Symbolbild: Daub)
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Die Polizei hat in der Eifel einen mutmaßlichen Serienvergewaltiger festgenommen. (Symbolbild: Daub)
KREFELD - Nach einem DNA-Abgleich sieht die Polizei den mutmaßlichen Serien-Vergewaltiger aus der Eifel überführt. Das DNA-Profil des 45-Jährigen stimme überein mit Spuren von Vergewaltigungen in Krefeld, Bonn und Aachen. Unterdessen habe sich das Ausmaß seiner Verbrechen noch deutlich erhöht: Inzwischen gehen die Ermittler von 100 Taten aus, die der Familienvater in Deutschland, Belgien und den Niederlanden begangen haben soll. "Jeden Tag melden sich neue Opfer und berichten von bislang unbekannten Taten", sagte eine Polizeisprecherin in Krefeld am Freitag.

Die 19 Jahre dauernde Jagd der Polizei auf den Vergewaltiger mit der Mitleids-Masche sei damit erfolgreich beendet. Der Mann war am vergangenen Wochenende im rheinland-pfälzischen Teil der Eifel festgenommen worden und sitzt seitdem in Koblenz in Untersuchungshaft. "Taten und Spuren müssen jetzt minuziös aufgedröselt werden", sagte die Polizeisprecherin. In vielen Fällen gab sich der Mann als behindert aus und bat um Hilfe beim Urinieren.

Die Krefelder Polizei hatte auch mit Hilfe der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" nach dem Mann gefahndet. Den entscheidenden Hinweis lieferte aber ein Polizist aus dem belgischen Eupen: Er erinnerte sich daran, dass er vor einigen Jahren wegen eines Diebstahls gegen einen Mann ermittelt hatte, der eine ähnliche Mitleidsmasche wie der gesuchte Sexual-Straftäter benutzt hatte und kannte seine Personalien.

Als Opfer den Mann daraufhin auf Fotos wiedererkannten, erwirkte die belgische Polizei einen Europäischen Haftbefehl. Ob der 45-Jährige nach Belgien ausgeliefert wird und wo dann gegen ihn verhandelt werden wird, stand nach Angaben der Krefelder Polizei am Freitag noch nicht fest. Der Mann, der verheiratet ist und zwei Kinder hat, ist den deutschen Behörden bereits wegen anderer Sexualdelikte bekannt. (dpa)



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