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Kölner Haie

Ciernik öffnet das Hintertürchen

Von Martin Sauerborn, 20.03.10, 08:31h

Mit einer 1:3-Heimniederlage gegen Iserlohn bleibt den Kölner Haien der Einzug in die Playoffs aus eigener Kraft verwehrt. Nun braucht die Mannschaft von Bill Stewart Mannheims Schützenhilfe.

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Die Kölner Haie. (Symbolbild: dpa)
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Die Kölner Haie. (Symbolbild: dpa)
Es existiert da ein Unterschied zwischen den eigenen Vorstellungen und der Realität. Wenn man etwas will, heißt das eben noch lange nicht, dass man es kann, und schon gar nicht, dass es auch so kommt. Bill Stewart wollte schnurstracks durch den Vordereingang in die Vor-Playoffs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) einziehen - aber er hat ihn nicht gefunden. So bleibt dem Trainer und seinen Kölner Haien nur das Hintertürchen. Und dies öffnet sich nach der am Ende glimpflich ausgefallenen 1:3 (0:3, 0:0, 1:0)-Heimniederlage des KEC gestern gegen die Iserlohn Roosters erst vollends durch Schützenhilfe.

Die Adler Mannheim müssen den Haien morgen zur Seite springen und in der Partie in Iserlohn nicht höher als mit einer Differenz von sieben Treffern verlieren. Die am letzten Hauptrundenspieltag spielfreien Kölner können Chips und Cola bereitstellen und sich vor dem DEL-Liveticker zum sonntäglichen Daumendrücken versammeln. Raus aus dem Rennen um Rang zehn sind die Krefeld Pinguine nach ihrem gestrigen 2:4 in Berlin.

Falsche Selbstsicherheit, Fracksausen oder einfach nur Nervenschwäche? Wahrscheinlich litten die Kölner gestern vor 11 368 entsetzten Zuschauern in der Lanxess-Arena unter allem ein bisschen - und unter so einigem mehr. Hatten sie vor einer Woche dem Druck gegen den zweiten Konkurrenten um Platz zehn, Krefeld, noch standgehalten, fraß gestern die Angst ihre Seelen auf.

Iserlohn, als zweiter KEC-Konkurrent mit sechs Punkten und elf Toren Rückstand angereist, brauchte keine sieben Minuten, um die Schwachstelle der Haie zu entblößen. Das 1:0 von Adrian Veidemann unter Mithilfe von Kölns Torwart Lars Weibel zerriss das Kölner Nervenkostüm im Nu in tausend Stücke.

Es folgten schnell das 2:0 von Jimmy Roy (11.) sowie das 3:0 durch Ryan Ready (14.) und schon ging die Rechnerei los. Sechs ihrer elf Tore Rückstand hatten die Roosters zu diesem Zeitpunkt aufgeholt. Eine Situation, die die Kölner massiv verunsicherte. Nichts ging. Nicht in Überzahl, nicht in Unterzahl, nicht in der Abwehr und nicht im Angriff, in dem die erste Reihe mit Marcel Müller, Ivan Ciernik und Jason Jaspers wie paralysiert übers Eis schlich.

Erst ein Lattenkracher von Dusan Frosch (29.) schreckte die Haie aus ihrer Lethargie auf. Sie fanden ein wenig ins Spiel, auch weil Weibel das 0:4 gegen Mads Christensen verhinderte (38.). Aber erst mit dem 1:3, das Ciernik in Unterzahl unnachahmlich markierte (51.), spielten die Haie wirkliches Eishockey. Ein Tor, das die Hintertür als Zugang zu den lebensnotwendigen Vor-PLayoffs ebenso schon mal ein gutes Stück öffnete wie Weibels nächste und letzte großartige Tat gegen Christensen (57.). "Keine Eier, keine Chance. Viel Glück für Iserlohn am Sonntag", spottete Steward nach der Partie auf das eigene Team. "Iserlohn ist mit dem Druck besser umgegangen. Jetzt liegt es nicht mehr in unseren Händen", fasste KEC-Verteidiger Andreas Renz die Dinge nüchterner zusammen.

Köln:

Weibel; Lüdemann, Ankert; Julien, Mo. Müller; Trygg, Renz; Ma. Müller, Jaspers, Ciernik; Frosch, Chouinard, Bartek; Adams, Ullmann, Rudslätt; Landry, Fauser, Melischko. -

SR.:

Jablukov (Berlin)/ Kadow (Eppelheim). -

Zuschauer:

11 368. -

Tore:

0:1 Veidemann (6:20/5:4), 0:2 Roy (10:45), 0:3 Ready (13:19/5:4), 1:3 Ciernik (30:40/Jaspers, 4:5). -

Strafmi

nuten: Köln 10; Iserlohn 8.



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1
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38:0
2
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31:7
3
Hamburg
585:505
30:8
4
Flensburg
579:521
28:10
5
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587:527
27:11
6
Magdeb.
569:534
24:14
7
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549:549
22:16
8
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542:543
19:19
9
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16:22
10
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16:22
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16:22
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501:527
15:23
13
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15:23
14
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14:24
15
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549:593
12:26
16
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7:31
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