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Fahrrad-Trend

Auf dem E-Bike durch die Stadt

Von Susanne Rohlfing, 26.03.10, 11:26h

Die Fahrradbranche hat ein neues In-Produkt gefunden. Und im Gegensatz zu eher kultigen Rädern wie den Fixies (Ein-Gang-Räder) oder Beach-Cruisern soll das Fahrrad mit Elektroantrieb, genannt Pedalec oder E-Bike, das Potenzial zum Massenphänomen haben.

E-Bikes
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Radeln auch mit hohem Tempo - moderne E-Bikes machen es möglich. (Foto: Hersteller)
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Radeln auch mit hohem Tempo - moderne E-Bikes machen es möglich. (Foto: Hersteller)
Zunächst sah es so aus, als sprächen die Räder mit "eingebautem Rückenwind", so umschreiben Hersteller die elektrobetriebene Tretunterstützung gern, vor allem ältere oder körperlich beeinträchtigte Menschen an. Wer jung und sportlich genug war, wollte sich die Blöße des Radelns mit Hilfsmotor nicht geben, er wollte ganz alleine strampeln - oder eben gar nicht. Aber warum nicht mal per Rad, aber nicht verschwitzt im Büro ankommen? Oder warum nicht mal einen Berg auf zwei Rädern erklimmen, der sonst außerhalb der eigenen Leistungs-Möglichkeiten liegt? Warum, und das dürfte sportliche Radler besonders überzeugen, nicht mal in Geschwindigkeitsbereiche vorstoßen, die aus ganz eigener Kraft nicht, oder zumindest nicht über einen längeren Zeitraum zu schaffen sind?

Der Test des Modells "Delite hybrid" der Firma Riese und Müller ergibt: 45 Kilometer pro Stunde bei mäßiger Anstrengung - das macht richtig Spaß. Da erhält das Zone-30-Schild auf Höhe des Zeltplatzes an den Poller Wiesen eine ganz neue Bedeutung. Selbst die Auffahrt zur Rodenkirchener Brücke lässt sich noch locker mit über 20 km/h bewältigen.

Allerdings: E-Bikes, die Geschwindigkeiten bis zu 45 km/ h unterstützen, müssen wie Mofas angemeldet und versichert werden, außerdem besteht Helmpflicht, und Fahrradwege dürfen nur genutzt werden, wenn dort auch Mofas erlaubt sind.

Als Pedalecs werden in der Regel die E-Bikes bezeichnet, deren Elektrounterstützung schon bei 25 km/h abriegelt. Sie gelten als ganz normale Fahrräder und bedürfen keiner extra Zulassung oder eines Führerscheins. Für den sportlichen Fahrer sind sie allerdings weniger interessant, da für Geschwindigkeiten jenseits der 25 km/h deutlich mehr Krafteinsatz nötig ist als bei einem Fahrrad ohne Elektroantrieb. Denn, und das ist ein großer Nachteil der E-Bikes, Akku und Motor treiben das Gewicht der Räder in die Höhe. Unter 20 Kilogramm sind sie kaum zu bekommen, das "Delite hybrid" liegt bei etwa 23 Kilo.

Auch die Preise sind noch nicht für jeden Hobbyradler attraktiv, solide Modelle seien ab 1500 Euro zu haben, sagt Lothar Könekamp, Mitbegründer der Publikumsmesse Cycolonia (siehe Kasten unten), die weiter gehende Informationen zum Thema E-Bikes bietet. Bessere Modelle kosten aber auch schnell um die 3000 Euro.



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