Von Dieter Brockschnieder, 31.03.10, 15:56h, aktualisiert 31.03.10, 18:57h
Die Frage, ob denn die drei Verdächtigen nicht in guter Meinung gehandelt hätten, weil sie ja für die Stadt agiert hätten, stellt sich für den Oberstaatsanwalt nicht. Es gehe hier um den Vorwurf des schweren Betrugs.
Noch ist nicht klar, ob Bonn die möglicherweise zu Unrecht erhaltenen 25 Millionen Euro zurückzahlen muss. Klar ist aber, dass die betroffenen Mitarbeiter ab sofort von der Bearbeitung aller Verwaltungsvorgänge zum Konferenzzentrum entbunden sind. Das teilte Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch mit. Außerdem prüfe er organisatorische Veränderungen. Der OB geht „nach rechtsstaatlichen Grundsätzen von einer Unschuldsvermutung“ für die drei Angestellten aus. Nimptsch weiter: „Unabhängig von der engen Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft führe ich seit längerem verwaltungsintern eigene disziplinarrechtliche Untersuchungen durch. Damit wurden von mir ein mit den Vorgängen in der Vergangenheit nicht befasster Jurist der Stadtverwaltung und ein externer Rechtsberater beauftragt. Dieser hält seinerseits engen Kontakt zur Staatsanwaltschaft.“
Nach Berechnungern des Bürgerbundes Bonn (BBB) sollen für Beratertätigkeiten zum Kongresszentrum von Oktober bis Ende Januar 1,14 Millionen Euro ausgegeben worden sein, weitere 4 Millionen Euro seien im Haushaltsplan 2010 veranschlagt. Der BBB fürchtet, dass die Bereinigung des WCCB-Desasters finanziell für die Stadt kaum zu stemmen sei.
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Rundschau zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
22. April 2012,
E-Werk Köln
Kfm. Umschulungen + Seminare in Köln
Holzspielzeug gesucht, gefunden, geliebt