Von KATHRIN HÖHNE, 07.04.10, 07:03h
„Wir covern die Stücke aber nicht einfach nur, sondern spielen sie mit unserer ganz persönlich Note“, äußert Sänger und Gitarrist Many Kern. „Diese Musik hat einen treibenden Sound, ist echt und ursprünglich“, bemerkt Sattler weiter. Und genau das will die Band nicht nur dem Publikum präsentieren, sondern auch und insbesondere an Schülerbands weitergeben. „Wir wollen sie ermuntern, auf die Bühne zu treten und ihnen die Chance geben, nach Tipps von erfahrenen Musikern zu fragen“, erklärt der 58-Jährige.
Ohne lange zu überlegen haben dafür die beiden Musiker Sattler und Kern eigens einen gemeinnützigen Verein „BeatOpen“ gegründet. Und sofort eine erste Initiative gestartet: einen monatlichen „BeatOpen“ - Treff, bei dem sich „Alte Meister“ und Newcomer-Bands vorstellen können. Für diese Session wird die Ausrüstung zur Verfügung gestellt, das heißt, Verstärkeranlagen für Schlagzeug, Gitarren und Bass sind vorhanden. „Die Musiker sollen hier in lockerer Atmosphäre sowohl elektrisch als auch akustisch miteinander musizieren und Erfahrungen auszutauschen können. Für die Jüngsten bedeutet das konkret, sie können den erfahren Hasen auf die Finger schauen und mit ihnen ungezwungen ins Gespräch kommen", beschreibt der Organisator die Idee. Der Ort ist das Gasthaus Krayer in Brühl-Schwadorf, Bonnstraße 440. Gespielt wird jeden zweiten Donnerstag im Monat von 20 bis 23 Uhr.
Den Auftakt im März machten die „Rolling Things" selbst mit der „Blue Sun Band", mit „Pedros Düsseldorfer Band", der „Schäl Sick Connection" sowie der „Akustikband" aus Walberberg.
Zustimmung für den neuen „BeatOpen"-Treff gab es von vielen Seiten. Die meisten Musiker und Gäste unterstützten das Engagement. Der in den USA geborene Sänger der „Blue Sun Band", Fabian Doles, hatte bereits den ersten Tipp für blutjungen Musiker parat: „Sie sollten mit Blues anfangen, denn hier kann man mit leichten Gitarrengriffen schon tolle Stücke spielen."
Zwar traute sich noch keine Schülerband bei der ersten Session auf die Bühne, aber „das kommt", ist sich Sattler sicher. Er hat bereits eine Anmeldung von einer Schülerband aus Kerpen vorliegen. „Wir möchten unbedingt die Bühne beim BeatOpen' ausprobieren und hoffen auf viele nette Kontakte", so die 17-jährige Schlagzeugerin Belinda Ney dazu. „Sicher muss sich das Ganze auch erst noch weiter herumsprechen“, ergänzt der Initiator. „Dazu wollen wir auch direkt mit den Schulen Kontakt aufnehmen. Wenn wir dann genügend Bands haben, soll es eigens für sie vielleicht im Sommer oder Herbst ein großes Beat-Festival nach dem Muster aus den Sixties geben", schwärmt er. „Jede Band darf dann drei Songs auf der Bühne präsentieren. Komplette Technik wird gestellt. Lediglich die Instrumente müssen mitgebracht werden." Vorgesehen ist dazu, bekannte Gäste einzuladen und die Besten zu prämieren. „Vielleicht“, so Sattler, „wird ja eine Band entdeckt?“.
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