Von Dirk Böttger, 08.04.10, 18:03h
Bereits mehr als ein Dutzend neuer Geräte wurden seit Beginn des Jahres vorgestellt. Darunter auch Exoten wie das Handy oder die kompakte Digitalkamera mit eingebautem Projektor. Die Vorteile der kompakten Beamer liegen auf der Hand. Mit den kleinen Geräten, die in fast jede Akten-, Kamera- oder sogar Hosentasche passen, lassen sich anschaulich Videos, Fotos und Grafiken in Sekundenschnelle einem größeren Zuschauerkreis präsentieren. Die neuste Generation der Minibeamer zeichnet sich durch eine gesteigerte Helligkeit, verlängerte Akkulaufzeiten sowie erweiterte Anschlussmöglichkeiten aus.
Mittlerweile lassen sich eine Vielzahl mobiler Multimediageräte wie Video- und Digitalkameras, Spielekonsolen, Net- und Notebooks sowie Mobiltelefone direkt an die Beamer anschließen. Einige Minibeamer verfügen sogar über einen eigenen integrierten Speicher beziehungsweise einen Speicherkarten-Slot und können dementsprechend multimediale Inhalte vom Speichermedium zeigen, ohne dass ein weiteres Gerät angeschlossen werden muss.
Ihre kompakte Bauform erhalten die Minibeamer aufgrund der Laser- beziehungsweise LED-Technik. Diese benötigt kein großes Lampengehäuse oder Kühlsystem, was einen Großteil des Beamervolumens ausmacht. Allerdings haben die Minibeamer auch ihre Nachteile, und diese liegen in der im Vergleich zu den großen Geschwistern geringeren Bildauslösung und Abstrichen bei Helligkeit und Kontrastverhältnis. Damit wären auch zugleich die drei wichtigsten Qualitätskriterien für den Beamer-Kauf definiert.
Die Laser-Minibeamer
Sie sind die kompaktesten unter den portablen Projektoren. Der Einsatz von Lasern als Lichtquelle verspricht eine hohe Bildqualität und leuchtende Farben auch bei relativ geringen Helligkeitswerten von nur zehn bis 20 Lumen. Die Lasertechnik verspricht zudem ein gestochen scharfes Bild, selbst bei der Betrachtung von verschiedenen Blickwinkeln und auf leicht gebogenen Projektionsflächen.
Der Showwx des Herstellers Microvision ist einer der neusten Beamer, der auf Lasertechnologie setzt. Ende März soll das Gerät zunächst in den USA lieferbar sein. Die Auflösung des Showwx liegt bei 848x480 Pixeln und liefert je nach Umgebungslicht ein Bild aus bis zu fünf Metern Abstand mit einer Diagonalen von 15 bis 250 Zentimetern. Im Akkubetrieb hält das Gerät 90 bis 120 Minuten den Betrieb aufrecht. Das Kontrastverhältnis beträgt 5000:1, die Lichthelligkeit liegt bei zehn Lumen.
LED-Beamer
Auch bei LED-Beamern waren Helligkeitswerte von acht bis 25 Lumen die Regel, doch die neueste Generation bringt es mittlerweile auf helle 300 Lumen, so dass der Raum nicht völlig verdunkelt werden muss, um bei der Präsentation etwas erkennen zu können. Dafür sind die neuen Geräte von Acer und LG nicht ganz so kompakt und können nicht über Akkus betrieben werden wie beispielsweise die Laser-Beamer. Der Acer K11 wiegt 600 Gramm und bietet eine Bildauflösung von 858x600 Pixel bei einem Kontrastverhältnis von 2000:1. Er soll Ende April zu einem Preis um die 500 Euro verfügbar sein. Rund 300 Euro teurer wird der Ende März erhältliche LG HX300 sein. Mit 300 Lumen Helligkeit, einem Kontrastverhältnis von 2000:1 und 1024x768 Pixeln Auflösung bietet der LG derzeit die besten Leistungsdaten in der LED-Beamerklasse. Das macht das Gerät etwas klobiger. Dafür kann der LG aber auch mehr. Der Mediaplayer zeigt wie beim Acer MPEG4-Videos und JPEG-Bilder und zusätzlich direkt vom USB-Speicherstick Powerpoint-Präsentationen oder Word-Dateien. Der Clou: Ein eingebauter FM-Sender überträgt beispielsweise die Tonspur eines Videos an ein in der Nähe platziertes Radio.
Handy und Kamera
Die Digitalkamera mit eingebautem Beamer oder das Handy mit Miniprojektor sind derzeit die Exoten unter den Minibeamern. Allerdings zeigen diese Beispiele, wo die Entwicklung hinsteuert.
Das Samsung-Handy Beam alias i8520 besitzt einen Projektor mit DLP-Technik und kann damit beliebige auf dem Handy gespeicherte oder mit dem Handy aufgezeichnete Inhalte an die Wand werfen. Dieses vielseitige Handy soll es vom zweiten Quartal an im Handel geben.
Bereits verfügbar ist die Digitalkamera Nikon Coolpix S1000pj . Der darin verbaute LED-Projektor strahlt mit einer Helligkeit von zehn Lumen in VGA-Auflösung mit 640x480 Pixeln. Die angestrahlte Fläche erreicht einen Durchmesser von bis zu einem Meter. Die Nikon spielt Videos und Fotos ab.
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Rundschau zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
22. April 2012,
E-Werk Köln
Anzeige