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Wiehltalbahn

Der „Bergische Löwe“ erwacht

Von Heike Hüschemenger, 09.04.10, 20:04h, aktualisiert 09.04.10, 20:08h

Start der Wiehltalbahn: Am 18. April wird der „Bergische Löwe“ das erste Mal von Oberwiehl bis nach Waldbröl fahren. Die neuen Halteschilder stehen bereits. Mit der Bahn soll dem Tourismus Dampf gemacht werden.

Bergischer Löwe
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Der „Bergische Löwe“ soll dem Tourismus Dampf machen. Am 18. April startet die Premierenfahrt. (Bild: Ulrich Klees)
Bergischer Löwe
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Der „Bergische Löwe“ soll dem Tourismus Dampf machen. Am 18. April startet die Premierenfahrt. (Bild: Ulrich Klees)
Oberberg - Die „Rotte“ der Gleisbauer schuftet seit Wochen auf dem letzten Abschnitt. Denn am 18. April hat der „Bergische Löwe“ Premiere. Er wird um 11 Uhr ab Oberwiehl erstmals über die Schienen dampfen und mit der Lok Waldbröl um 11.45 Uhr im Bahnhof Waldbröl einfahren. Die Freude über den Saisonstart lassen den langen Rechtsstreit und tausende von Arbeitsstunden fast in Vergessenheit geraten.

Mit der Premiere wird nicht nur die Strecke zwischen dem Eisenbahnmuseum und dem Heimatbahnhof der Lok in Betrieb genommen. Der „Bergische Löwe“ verbindet mit seinem Motto „Zugkraft trifft Landschaft“ auch die Aktivitäten der Interessengemeinschaft Betriebswerk (IG Bw) Dieringhausen und dem Förderkreis zur Rettung der Wiehltalbahn. Er soll also dem Tourismus Dampf machen.

Die neuen Halteschilder sind schon aufgestellt

Diese Woche nahmen sich die ehrenamtlichen Helfer den Bahnhof Hermesdorf vor. Auf dem Bahnsteig war im Laufe der Jahre eine Birke in die Höhe geschossen. Sie wurde herausgebaggert, dann Splitt aufgefüllt. Zuletzt setzten die Männer die Halteschilder, die dem Zug das Stoppsignal geben. „Wir werden es nicht mehr schaffen, den ganzen Müll an der Strecke einzusammeln“, bedauert Vorstandsmitglied Jürgen Seinsche.

„Schottern, stopfen, schneiden: Unsere Rotte hat im vergangenen Jahr 2600 Stunden auf der Strecke gearbeitet“, zieht Ulrich Clees, Pressesprecher des Förderkreises und der IG, Bilanz für die Truppe, die Uwe Wintersohl unter sich hat. 23 Kilometer Eisenbahn von Osberghausen nach Waldbröl und sieben Kilometer von Hermesdorf nach Morsbach gehören zu ihrem Arbeitsfeld. Um die Waldbröler Strecke betriebsbereit zu machen, mussten Sträucher und Bäume geschnitten, Gleise repariert und mit großem finanziellen Aufwand neue Signaltafeln an den Bahnübergängen installiert werden.

Zugpferd des Bergischen Löwen ist die Dampflok „Waldbröl“ des Eisenbahnmuseums Dieringhausen. Sie wurde 1914 für die Kleinbahn Bielstein-Waldbröl gebaut und nach einer aufwendigen Restaurierung 2008 vom Museum wieder in Betrieb genommen. Zum Zug gehören drei fast ebenso alte Plattformwagen, „Donnerbüchsen“ genannt.

Die regelmäßigen Fahrten vom Eisenbahnmuseum in den Kreissüden sind eine Kooperation der IG Bahnbetriebswerk Dieringhausen, die dort das Eisenbahnmuseum betreibt, und des Förderkreises: Das Museum stellt den Dampfzug, der Förderkreis die Strecke und seinen Triebwagen. Der Dampfzug und der Triebwagen fahren von Mai bis Oktober jeden zweiten Sonntag im Monat. Solo fährt der Triebwagen an jedem vierten Sonntag.



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