Von Lars Strombach, 18.04.10, 20:41h
Nicht wie bisher in Rösrath oder Overath, sondern erstmals in Wipperfürth starteten „Brings“ ihre Tournee. Drahtzieherei-Geschäftsführer Harald Klinke wirkte gelöst angesichts der Besuchermassen: „Ist doch besser, als wenn wir hier alleine stünden“, sagte er vergnügt.
„Wieder runter vom Sofa“
„Nach sechs Wochen Pause wollten wir wieder runter vom Sofa“, rief Frontmann Peter Brings. Die Kölsch-Rocker hatten ihr Publikum mit mitreißender Gute-Laune-Musik, mit ehrlichen Texten aus dem Leben von Anfang an im Griff.
Nach einem bombastischen, fast sakral klingenden Intro kamen die Jungs in rot-schwarzem Schotten-Outfit auf die Bühne und legten los, jedoch nicht laut und schnell, sondern mit einer zunächst eher ruhigen Ballade, ihrem neuen Lied „Halleluja“.
Die Stimmung war von Beginn an Spitze, alle Hände gingen in die Höhe, wer konnte, sang gleich mit. Das Eis, sofern überhaupt vorhanden, war gleich mit dem ersten Song gebrochen. Die ungeheure Popularität, die diese Band im Rheinland und im Bergischen genießt, hat ihre Gründe: Die Bandmitglieder wirken einfach echt und authentisch, wie die netten Jungs von nebenan, mit denen man gerne mal beim Straßen- oder Schützenfest ein oder zwei Glas Kölsch trinken würde. Nach außen hart, aber mit einem weichen Kern und einem guten Herz, was zum Beispiel in ihrer Hymne „Mama“ deutlich wird. Und offensichtlich kommen sie auch bei den weiblichen Fans gut an: In den ersten Reihen standen nur vereinzelt Männer, dafür viele Frauen von jung bis mittelalt.
Peter Brings (Gesang, Gitarre) sein Bruder Stephan Brings (Bass, Gesang) sowie Harry Alfter (Gitarre, Gesang), Kai Engel (Keyboards, Gesang) und Christian Blüm (Schlagzeug, Gesang) hatten bei einigen Liedern Unterstützung, unter anderem durch eine Bläser-Sektion mit Trompete und Posaune.
Die Fans kamen voll auf ihre Kosten und hatten eine „superjeile Zick“, fast alle bekannten Hits wie „Sulang mer noch am lääve sin“, „Puddelrüh“ oder „Nur nicht aus Liebe weinen“, waren dabei. Auch ihr „Eifel“-Song kam gut an, ebenso „Scheissejal“ oder „Ungerm Mond“. „Jede Kölschrock-Band sollte mindestens zwei Lieder über ihre Stadt im Repertoire haben“, erklärte Peter Brings, woraufhin das recht kritische Lied mit dem schlichten Titel „Willkumme“ über das, was schief läuft in Köln, über Korruption und Klüngel, angestimmt wurde. Später folgte noch „Kölle“. Bei „Man müsste noch mal 20 sein“ brodelte der Saal, da gab es fast kein Halten mehr. Mit den immerhin 27 Liedern und ihren Zugaben traf die Band ins Schwarze: Der Applaus war lang und heftig, das Publikum begeistert.
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Rundschau zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
22. April 2012,
E-Werk Köln
Kfm. Umschulungen + Seminare in Köln
Holzspielzeug gesucht, gefunden, geliebt