Mit Schaum fluteten die Helfer die Halle, um auch die Brandnester unter dem eingestürzten Dach zu erreichen. (Bild: Mischka)
Mit Schaum fluteten die Helfer die Halle, um auch die Brandnester unter dem eingestürzten Dach zu erreichen. (Bild: Mischka)
Mühsames Nachlöschen: Eine Vielzahl von Brandnestern vor allem in der Dachkonstruktion beschäftigte die Freiwillige Feuerwehr noch bis in den Nachmittag hinein. (Bild: Mischka)
Lichterloh brannte die Lagerhalle, als die ersten Helfer der Feuerwehr Hennef am Ort des Geschehens im Ortsteil Wiersberg eintrafen. Das Gebäude und darin gelagerte Waren wurden ein Raub der Flammen. (Bild: Mischka)
Hennef -
Um 6.17 Uhr war die Feuerwehr alarmiert worden; beim Eintreffen der ersten von insgesamt 85 Helfern aus dem gesamten Stadtgebiet stand die etwa 25 auf 15 Meter große Halle schon im Vollbrand. Obwohl die Wehr mit sieben C-Rohren und von einer Drehleiter aus die Flammen bekämpfte - das Wasser wurde über bis zu 1,8 Kilometer lange Leitungen herangeschafft - stürzte nach kurzer Zeit das Dach der Halle ein, so dass ein Betreten des Gebäudes nicht mehr möglich war. Es gelang aber immerhin, die angebaute Scheune vor einem Übergreifen des Feuers zu schützen, obwohl zwischenzeitlich auch ein Druckabfall in der Wasserleitung den Helfern zu schaffen machte. In dieser Zeit übernahmen Großtankwagen der Feuerwehr aus Hennef und Königswinter im Pendelverkehr die Wasserversorgung, bis eine Pumpe zur Erhöhung des Drucks von Hand zugeschaltet war.
Viele Brandherde waren nach dem Einsturz des Daches unter Trümmern begraben und mit einem normalen Wasserstrahl von außen nicht mehr zu erreichen; die Halle wurde daher mit Schaum geflutet. Um alle Brandnester zu ersticken, wurden Kräfte des Technischen Hilfswerks aus Siegburg in Marsch gesetzt: Mit Hilfe eines Radladers hoben sie die Trümmer weg und erlaubten bis zum Nachmittag ein komplettes Ablöschen.
Erst am Mittwoch, so der Mieter der Halle, Michael Kurze, habe er neue Fenster im Wert von rund 50 000 Euro geliefert bekommen, die in der Halle ein Raub der Flammen wurden. Auch Abschlussprofile, Rolläden und Türen wurden zerstört, zudem eine Vielzahl an Werkzeugen.
Die Ursache des Feuers ist zurzeit noch unbekannt; Spezialisten der Kriminalpolizei haben Ermittlungen aufgenommen.