Erstellt 28.04.10, 07:00h
Nach Angaben Fenningers teilt sich der OB mit Stadtdirektor Volker Kregel, Kämmerer Ludger Sander und vier Amtsleitern die Projektsteuerung. Da sie eh schon belastet mit ihrer sonstigen Arbeit in der Verwaltung seien, sollten sie das WCCB „nicht kurz vor dem körperlichen Zusammenbruch“ lenken müssen.
Für die Projektsteuerung müsste die Stadt wieder Geld in die Hand nehmen - zusätzlich zu den Ausgaben für die bisherigen Berater, die 2,6 Millionen Euro kosten. Nimptsch gehe, so Fenninger, von 1 Million Euro aus für ein achtköpfiges Leitungsteam, das nicht wie die externen Fachleute auf Stundenbasis - die Rede ist von 530 Euro für 60 Minuten - arbeitet, sondern fest angestellt werden soll. Die Koalition will, dass es wöchentlich einen Bericht abliefert („Wo stehen wir mit dem WCCB?“) und rechtzeitig vor möglichen Risiken warnt. Zudem sollen die Berater ihre Darstellungen „mit Brief und Siegel“ verantworten.
Hintergrund des Antrages ist der Bericht des Rechnungsprüfungsamtes, der, wie berichtet, der Verwaltung unter anderem vorhält, den Stadtrat bei Kreditbeschlüssen für das WCCB nicht richtig informiert zu haben. Schmidt und Paß-Weingartz: „Wir wollen mehr Transparenz.“
Dazu soll auch ein Antrag beitragen, nach dem die Sparkasse Köln Bonn von ihrem Bankgeheimnis befreit werden und darüber Auskunft geben soll, wie es zu der Nebenabrede kam, nach der die Stadt für einen 30-Millionen-Kredit des Geldhauses an die WCCB-Bauherren haftet. (dbr)
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