Von Ralf Arenz, 22.04.10, 09:56h
Weitere Spitzenleistungen: 2,25 Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, ein Bruttoinlandsprodukt von 213 Milliarden Euro. München kommt auf 203 Milliarden, Frankfurt/Rhein-Main auf 193 Milliarden Euro.
Aber andere Regionen holen aber auf. Während die Wirtschaft im Rheinland von 1997 bis 2006 um 17,3 Prozent zulegte, betrug die Steigerung in München 34,6 Prozent. "Das hat nicht zuletzt etwas mit den strukturellen Anpassungen aufgrund der altindustriellen Vergangenheit zu tun", sagte Dieter Porschen, der Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, der gestern die Analyse vorstellte.
Er sieht aber Chancen für eine zusätzliche Wachstumsdynamik. Zurückgreifen könne man auf eine leistungsfähige Wirtschaftsstruktur mit einem im Bundesvergleich deutlich stärkeren Dienstleistungssektor. Vor allem auf wirtschaftsnahe Dienstleistungen, wozu auch Post und Telekom gezählt werden, setzen die Kammern. "Sie erbringen Dienstleistungen für andere Unternehmen und sind damit gewissermaßen der Schmierstoff für die Wirtschaft", so der Düsseldorfer IHK-Hauptgeschäftsführer Udo Siepmann. 13,1 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten arbeiten in dem Sektor gefolgt von Gesundheitswesen (11,2 Prozent) und Einzelhandel (7,5 Prozent).
Laut Rheinlandinitiative bilden die wirtschaftsnahen Dienstleister zusammen mit den industriellen Kernen vor allem im Maschinen- und Fahrzeugbau, der Chemieindustrie und den Herstellern von Metallerzeugnissen ein hoch produktives Netzwerk.
Und auch auf qualifizierte Mitarbeiter kann die Wirtschaft zählen. 11,6 Prozent der Beschäftigten im Rheinland haben etwa einen Fachhochschul- oder einen Hochschulabschluss. Höher ist der Anteil nur in München (13,2 Prozent) und im Rhein-Main-Gebiet mit 12,3 Prozent.
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