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Tanz in den Mai

Ohrwürmer aus 2800 Kehlen

Von Peter Lorber, 03.05.10, 08:49h

Auch wenn es abgedroschen klingen mag: Spätestens bei seiner dritten Auflage hat der Siegburger „Tanz in den Mai“ mit „Brings“ Kultstatus erlangt. 2800 Fans sangen, tanzten , rockten und feierten derart ausgelassen, als gäbe es kein Morgen mehr.

Rhein-Sieg-Halle
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Knubbelvolle Rhein-Sieg-Halle: 2000 Besucher feierten, sangen und rockten mit der Kultband "Brings", als gäbe es kein Morgen mehr. (Bild: Peter Lorber)
Rhein-Sieg-Halle
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Knubbelvolle Rhein-Sieg-Halle: 2000 Besucher feierten, sangen und rockten mit der Kultband "Brings", als gäbe es kein Morgen mehr. (Bild: Peter Lorber)
SIEGBURG - Und anscheinend ist die Musik von Peter Brings und seinen Mannen sogar Frieden stiftend, denn der Abend verlief trotz einer knubbelvollen Rhein-Sieg-Halle überaus friedlich, so dass die Security durchatmen konnte. Dazu trug gewiss die lockere Volksfestatmosphäre auf dem Vorplatz bei, der mit Essbuden und vor allem mit Quellen flüssigen Labsals ausgestattet war. Somit hatten auch die Raucher einen attraktiven Ort für ihre Genüsse, und schon lange wird akzeptiert, dass die Glimmstängel in der Halle tabu sind.

Peter Brings, unumstrittener Chef auf der Bühne, fühlte sich pudelwohl bei den Siegburgern, die sich als zuverlässiger Chor bei den vielen Ohrwürmern erwiesen. Natürlich durften da XXL-Versionen von „Superjeile Zick“, „Nur nicht aus Liebe weinen“ oder „Man müsste nochmals 20 sein“ nicht fehlen, bei denen sich manche Besucher schier die Seele aus dem Leib schrieen. Dabei kommt den Mitsängern die typische Anlage der Brings-Songs zugute, die nach einem melodieseligen Eingang stets in einen mitreißenden Refrain münden, in den einzustimmen sich wirklich keiner entziehen kann. Wie auch beim „Halleluja“, dem derzeitigen Brings-Knaller, bei dem das Haus bebte. Scheinbar Ansporn für die Musiker, besonders für den Gitarristen Harry Alfter, der den Songs mit Virtuosität und Spielfreude den besonderen Schliff verlieh.

Ein wenig konnte sich „Brings“ freilich auf die Einheizer verlassen. Hier hatten die Macher mit den „Rheinländern“ ein Pfund engagiert, dass es es ebenso gut versteht, den Rock mit kölscher Sproch zu verknüpfen. Eine Super-Nummer jedenfalls war die Adaption auf den Dschingis-Khan-Hit „Moskau“, der bei den Rheinländern selbstredend „Kölle“ heißt.



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