Von Peter Lorber, 03.05.10, 08:49h
Peter Brings, unumstrittener Chef auf der Bühne, fühlte sich pudelwohl bei den Siegburgern, die sich als zuverlässiger Chor bei den vielen Ohrwürmern erwiesen. Natürlich durften da XXL-Versionen von „Superjeile Zick“, „Nur nicht aus Liebe weinen“ oder „Man müsste nochmals 20 sein“ nicht fehlen, bei denen sich manche Besucher schier die Seele aus dem Leib schrieen. Dabei kommt den Mitsängern die typische Anlage der Brings-Songs zugute, die nach einem melodieseligen Eingang stets in einen mitreißenden Refrain münden, in den einzustimmen sich wirklich keiner entziehen kann. Wie auch beim „Halleluja“, dem derzeitigen Brings-Knaller, bei dem das Haus bebte. Scheinbar Ansporn für die Musiker, besonders für den Gitarristen Harry Alfter, der den Songs mit Virtuosität und Spielfreude den besonderen Schliff verlieh.
Ein wenig konnte sich „Brings“ freilich auf die Einheizer verlassen. Hier hatten die Macher mit den „Rheinländern“ ein Pfund engagiert, dass es es ebenso gut versteht, den Rock mit kölscher Sproch zu verknüpfen. Eine Super-Nummer jedenfalls war die Adaption auf den Dschingis-Khan-Hit „Moskau“, der bei den Rheinländern selbstredend „Kölle“ heißt.
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