Von Katharina Hamacher, 19.05.10, 07:00h
Eine der rund 50 Azubis zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Verkehrsservice, die jedes Jahr in Mülheim den künftigen Berufsalltag ganz praktisch erleben, ist Laura Schwedler. Die Auszubildende im ersten Lehrjahr schätzt am Konzept des Ausbildungsreisezentrums besonders „das abwechslungsreiche und professionelle Arbeiten“. „Wenn wir Fragen haben, steht uns jederzeit unser Ausbilder zur Seite“, erklärt die 16-Jährige aus Selm. Außerdem erleichtere ein übersichtliches Mappensystem zum Nachschlagen die täglichen Handgriffe.
Seit 13 Jahren schon ist der besondere Dienstleistungsbereich im Mülheimer Bahnhof ansässig, doch seit gestern erstrahlt der 30 Quadratmeter große Glaskasten in ganz neuem Glanz. Nach nur dreiwöchiger Renovierung ist aus dem etwas altmodischen Raum ein modern gestaltetes Zentrum mit neuem Eingang und Türen, beleuchteten Schaltern und hellen Bodenfliesen geworden. „Vor 13 Jahren gab es bundesweit 39 Standorte der Ausbildungszentren“, betonte Thomas Drexler, Leiter des Regionalvertriebs der Deutschen Bahn. „Dieses ist das letzte seiner Art. Wir wollen versuchen, das Konzept in anderen Regionen wieder zu etablieren.“ Der Mülheimer Standort lebe von der Stammkundschaft, ist Ausbildungs-Fachreferentin Susanne Günther überzeugt. „Die Auszubildenden beschäftigen sich intensiv mit den Kunden, das schätzen besonders ältere Leute.“
Über die positiven Kundenreaktionen freut sich auch Azubi Nils Wendland. „Sie nehmen Rücksicht und geben manchmal sogar Tipps. Durch den intensiven Kundenkontakt werden wir sicherer“, hat der 23-Jährige festgestellt. (kah)
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