Von Margret Klose, 31.05.10, 22:36h
Im Mai 2007 gründete die 41-Jährige zusammen mit ihren Eltern und weiteren Tierfreunden den gemeinnützigen Verein „Tiere in Not“ für Brühl und Umgebung. Der Verein ist anerkannter Tierschutzverein und unterhält eine Auffangstation für Tiere. Inzwischen hat der Verein rund 45 Mitglieder. Einige unterstützen das ehrenamtliche Engagement von Monika Kemp und ihren Eltern nicht nur finanziell, sie kommen auch öfter vorbei und packen mit an. Denn Arbeit gibt es in der Tierstation genug. Zurzeit gibt die Familie elf Hunden, 28 Katzen, rund 30 Kaninchen und zwei Schafen ein zuhause. „Hier wurden aber auch schon Esel und Leguane abgegeben", erzählt Martin Hilgers, Vorsitzender des Vereins.
Viel Arbeit rund um die Uhr
Um all die Tiere halten zu können, hat er in seinem rund ein Hektar großen Garten große Katzenhäuser, einige Hundezwinger und eingezäunte Gehege für die Schafe gebaut. Sieben der zurzeit elf Hunde leben im Haushalt mit. Täglich sind Martin Hilgers und seine Frau Erika Schillings damit beschäftigt, die Tiere zu füttern und zu versorgen. Sobald ihre Tochter Monika Kemp am Mittag von der Arbeit kommt, packt auch sie mit an. Schließlich müssen die Katzenhäuser und Zwinger regelmäßig gesäubert werden, Arztbesuche stehen an und die Hunde müssen ausgeführt werden. Zudem klingelt oft das Telefon. Viele Privatleute rufen an, wenn sie verletzte oder ausgesetzte Tiere finden. Auch das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises sowie die Ordnungsbehörde der Nachbarkommune Erftstadt, schätzen inzwischen die gute Zusammenarbeit.
Fundtiere, ob Hund, Katze oder Maus wissen sie bei Monika Kemp und ihren Eltern in besten Händen. Hin und wieder greifen in Notfällen auch die Kommunen in Wesseling und Weilerswist auf die Brühler Tierstation zurück. So kam vor eineinhalb Monaten auch Speik ins Haus. Als Notfall wurden zudem vor zwei Monaten Schlittenhunde aus Bornheim aufgenommen. Das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises brachte die vier Hunde vorbei. Sie suchen jetzt wie Speik und Cleit, ein Bernersennen-Mischling ein neues zuhause. Eine Zusammenarbeit besteht auch zu den Vereinen Katzenhilfe Neuwied, Tierschutz Euskirchen, Tierschutz Münstereifel und dem Europäischen Tier- und Naturschutz.
Die vier immer hungrigen Katzenbabys wurden vor ein paar Tagen gefunden. „Alle vier sind bereits vermittelt“, sagt Monika Kemp. Doch noch hängen die Kleinen an der Flasche und werden mehrmals täglich gefüttert. Auf Hochtouren laufen bereits die Vorbereitungen für Samstag, 4. September. Dann findet zwischen 10 und 19 Uhr auf dem Steinweg der dritte Brühler Tierschutztag statt. Schirmherr ist der Juwelier Eckhard Böhm. Wie in den Jahren zuvor wird auch Claudia Ludwig vom WDR dabei sein.
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