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Public Viewing in Rhein-Berg

Deutschlaaand, Deutschlaaand!

Von Lars Heyltjes, 09.06.10, 21:44h, aktualisiert 11.06.10, 15:30h

Seit vier Jahren gibt es ein neues Phänomen, das die Anhänger eint: Public Viewing. Auch in diesem Jahr hält es viele Fans nicht daheim. Die Bergische Landeszeitung hat sich schlau gemacht und präsentiert einige Orte, die Stimmung versprechen.

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Gemeinsam macht es einfach mehr Spaß, die Fußball-WM (hier die von 2006) zu verfolgen, als allein im stillen Kämmerlein. (Bild: Daub)
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Gemeinsam macht es einfach mehr Spaß, die Fußball-WM (hier die von 2006) zu verfolgen, als allein im stillen Kämmerlein. (Bild: Daub)
RHEIN-BERG - „Aus, aus, aus! Das Spiel ist aus!“ Die legendäre Radioreportage von Herbert Zimmermann während des WM-Finales 1954 in Bern ist unerreicht. Fast jedes Kind kann die wichtigsten Zitate auf Kommando nennen.

Als die deutsche Fußball-Nationalmannschaft 1974 in München den zweiten Titel holte, saß Fußball-Deutschland vor dem Fernseher in den eigenen vier Wänden und drückte die Daumen. Beim letzten Sieg 1990 in Rom trafen sich viele, um der Mannschaft gemeinsam vor dem TV-Gerät die Daumen zu drücken.

Seit vier Jahren gibt es ein neues Phänomen, das die Anhänger eint: Public Viewing. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bezeichnet ursprünglich die öffentliche Aufbahrung einer Leiche. Gemeint ist hier natürlich das „öffentliche Schauen“ der Fußballspiele. Die WM im eigenen Land ließ Menschenmassen auf den Straßen feiern. Gemeinsam harrten die Fans stundenlang vor riesigen Leinwänden aus und feuerten ihre Elf an. Das tolle Wetter sorgte für volle Gaststätten und Biergärten, in denen die Wirte jedes greifbare Fernsehgerät anschlossen.

Auch in diesem Jahr hält es viele Fans nicht daheim. Die Bergische Landeszeitung hat sich schlau gemacht und präsentiert einige Orte, die Stimmung versprechen.

Bensberg

Der Klausmann an der Kölner Straße 100 ist längst kein Geheimtipp mehr. Inhaber Mark Kürten zieht in diesem Jahr wieder alle Register. Im Biergarten stellt er vier, in der Kneipe eine Großbildleinwand auf. Die Partien werden in High-Definition-Qualität gezeigt, gegen Regenschauer hilft die Überdachung. Vor vier Jahren zählte der Wirt mehr als 1000 Gäste bei einem Spiel der Deutschen. Zu Spitzenzeiten sind darum 20 Kellner im Einsatz, selbst Freunde helfen aus. Als besondere Überraschung warten „Flying Chips“ und „Broken Salzstangen“ auf die Gäste.

Bergisch Gladbach

An der Hauptstraße 264 hat sich das Quirl die führende Position erarbeitet. Das Motto lautet „Ein Ball, ein Spiel, eine Welt“ und wurde schon bei der Europameisterschaft 2008 gelebt. Im großen Garten darf laut angefeuert werden.

Odenthal

Direkt in der Gemeindemitte am Kreisverkehr steht der Herzogenhof. Die Betreiber Beate Gutermann und Panagiotis Bolinis haben zwei Beamer aufgebaut. Außen wartet eine 2,40 mal 1,80 Meter große Leinwand, innen kann auf 2,52 Quadratmetern geschaut werden. Standlautsprecher sorgen für Stadionatmosphäre. Ab 12 Uhr ist durchgehend geöffnet, 200 Gäste finden Platz. Auf Wunsch baut Bolinis die Leinwand auch innen auf.

Kürten

Das Kalyva in Bechen geht wetterunabhängig ins Turnier. Der Saal fasst 150 Personen: „Falls andere Veranstaltungen dort stattfinden, muss die Übertragung leider ausfallen“, sagt Inhaber Dimitri Athanassin. Einfach vorher anrufen: (0 22 07) 56 85.

Weitere Möglichkeiten: Overath: Stadtmitte, Bahnhofsplatz 7, Telefon (0 22 06) 20 38; Rösrath:



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