Von Claus Boelen-Theile, 19.06.10, 07:06h
Freier Eintritt als Dankeschön an Kürten
„Stockhausen und Kürten sind untrennbar verbunden, wie Bayreuth und Wagner“, berichtete Lilly Fritz (Stockhausen-Stiftung für Musik) im Ausschuss für Wirtschaftsförderung. In diesem Jahr biete die Stockhausen-Stiftung die neun Konzerte während der Kurswoche erstmals generell bei freiem Eintritt an. Dahinter stehe eine Idee: Die Gratis-Konzerte sollen die Akzeptanz der Kürtener weiter erhöhen. „Stockhausen und die Kurse: Das sind Alleinstellungsmerkmale, die die Gemeinde Kürten hat.“
Von den zuletzt zweiwöchigen Kursen sei man hingegen abgekommen: „Zu lang für die Teilnehmer, zu lang für die privaten Gastgeber.“ Auch zwei Jahre nach seinem Tod strahle Stockhausens Werk von Kürten aus: „Hier sind seine Kompositionen entstanden, hier ist er beerdigt.“ Die Kurswoche werde Festival-Atmosphäre nach Kürten bringen. In Köln sei in diesem Frühjahr die Erstaufführung von Stockhausens „KLANG“ das prägende Ereignis gewesen: „In Kürten haben dafür 600 Proben stattgefunden.“
Visionen gebe es viele für die Zukunft. Etwa den Namenszusatz „Stockhausen-Gemeinde Kürten“. Oder den Bau eines Konzertsaals. Die Taufe des Karlheinz-Stockhausen-Platzes am Rathaus zeige, dass die Gemeinde ein verlässlicher Partner für die Stiftung sei. Man wolle das Wirken in Kürten künftig weiter verstärken. „Auch die Vereine sind dazu eingeladen.“ Im Vorfeld der Stockhausen-Konzerte habe man alle Vereinsvorsitzenden angeschrieben und angeboten, Werk-Einführungen zu geben.
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