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Elefantenpark

Zoologie, Kunst und Kirche vereint

Von Stefan Volberg, 18.06.10, 22:49h

Der „Sprayer von Zürich“, Harald Naegeli, hat die Wände im Elefantenpark des Kölner Zoos mit Bildern dekoriert. Dompropst Norbert Feldhoff hat unterdessen zum Jubiläum des Tierparks eine CD mit „tierischer“ Musik aufnehmen lassen.

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Neugierig betrachteten und beschnüffelten die Bewohner das neue Kunstwerk. (Bild: Gauger)
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Neugierig betrachteten und beschnüffelten die Bewohner das neue Kunstwerk. (Bild: Gauger)
„Da sind noch viele Wände!“, ruft einer der geladenen Gäste. „Okay, eine noch“, antwortet Harald Naegeli, bringt die Farbdose in Positur und sprüht mit geübter Hand noch zwei Fische an die Wand des Elefantenparks im Kölner Zoo. Dann verlässt der kleine Tross mit Zoochef Theo Pagel und Dompropst Norbert Feldhoff das Gelände, und die angestammten Bewohner kehren in ihr Domizil zurück. Die frische Farbe duftet stark und macht die Elefanten neugierig. Intensiv nehmen sie mit dem Rüssel die Witterung der drei frischen Kunstwerke auf (es sind auch zwei Urwesen zu sehen). Das Publikum klatscht bei so viel Kunstverstand.

Das Ganze war kein zufälliges Aufeinandertreffen von Zoologie, Kunst und Kirche. Dompropst Feldhoff bestückt viermal im Jahr Sendungen des Domradios aus seiner großen CD-Sammlung mit klassischer Musik. Vor drei Jahren stand eines der Programme unter dem Thema „Ene Besuch em Zoo“, und seine Mitarbeiter regten an, eine CD zusammenzustellen mit „tierischer“ Musik - im Hinblick auf das Zoojubiläum anno 2010. So geschah es, und Feldhoff vereinte etwa Rimski-Korsakows „Hummelflug“ mit Haydns „Lerchenquintett“. Die CD „Musica-Zoologica“ gibt es nun für 18,95 Euro im Zoo, im Domshop und im ausgesuchten Einzelhandel zu kaufen.

Harald Naegeli, der „Sprayer von Zürich“, hat nicht nur den „Totentanz“ auf viele Wände in Köln gesprüht und Objekte in weiteren Städten verziert. Von ihm stammen auch Tierzeichnungen, von denen einige in der Ausstellungshalle des Tropenhauses zusammengetragen wurden. So kamen jetzt alle drei Themenfelder zueinander.

„Der Zoo“, stellte Pagel fest, „war ja immer auch ein Kleinod für Künstler von Pallenberg bis Macke.“ Die CD nannte Feldhoff „ein Booklet mit Musik“. Er selbst schreibt in dem Büchlein nämlich etwas zur Musik (und zu Tierdarstellungen im Dom), Pagel lässt sich über moderne Tierhaltung aus, und Renate Goretzki vom Katholisch-Sozialen Institut beschreibt Naegelis künstlerische Intention, gegen die Verödung der Städte zu protestieren. Dann geht sie auf seine Tierzeichnungen ein, von denen man einige auch in dem Booklet entdecken kann.



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