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Rating-Absturz

Auch Moody's stuft Griechen herunter

Erstellt 15.06.10, 10:22h

Nach Standard & Poor's hat auch Konkurrent Moody's die Anleihen des hochverschuldeten Landes drastisch herabgestuft - von vorher A3 auf Ba1. Der Grund seien Zweifel an der Wirkung des Sparprogramms. Die griechische Regierung protestiert aufs Schärfste.

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In Athen demonstrieren griechische Bürger gegen das Sparprogramm der Regierung. (Bild: dpa)
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In Athen demonstrieren griechische Bürger gegen das Sparprogramm der Regierung. (Bild: dpa)
NEW YORK/ATHEN - Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit des hochverschuldeten Euro-Staates Griechenland auf Ramschstatus herabgestuft. Die Bonitätsnote sinke um vier Stufen von "A3" auf "Ba1", teilte Moody's am Montag mit. Den Ausblick schätzt die Ratingagentur als stabil ein. Dies bedeutet, dass mittelfristig keine weitere Abwertung in Erwägung gezogen wird. Moody's folgt damit der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P), die die Bonität Griechenlands bereits Ende April auf Ramschstatus gesenkt hatte.

Griechische Regierung kritisiert Herabstufung

Aus Athen kam umgehend Kritik an der Entscheidung. "Das spiegelt nicht die Fortschritte, die wir in den letzten Monaten erzielt haben", erklärte unter anderem das griechische Finanzministerium am Montagabend. Athen bleibe konzentriert auf sein Spar- und Reformprogramm, hieß es weiter. Auch die Bank von Griechenland (Bank of Greece) charakterisierte den Beschluss als "unerklärlich", berichtete der griechische Rundfunk.

Moody's begründet die Herabstufung vor allem mit Risiken des drastischen Spar- und Restrukturierungsprogramms der griechischen Regierung. Zwar habe der gigantische Rettungsschirm von Europäischer Union (EU) und Internationalem Währungsfonds (IWF) jegliche Risiken in der kurzen Frist beseitigt. Allerdings seien die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen des Programms substanziell und nur mit einer geringeren Bonitätsnote zu vereinbaren. Risiken sieht die Agentur vor allem beim Wirtschaftswachstum. (dpa)



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