Von Günter Willscheid, 25.06.10, 07:03h
In einer „Notwehrsituation“ sieht CDU-Fraktionschef Jürgen Becker angesichts der drohenden Konkurrenz in Sankt Augustin und Troisdorf die Kreisstadt und fürchtet, ohne große Einkaufsgalerie werde Siegburg wieder „im Dornröschenschlaf der 60er Jahre versinken.“ Die Opposition hingegen hofft auf dezentrale Lösungen bei der Innenstadtentwicklung.
Wie auch die Bürgerinitiative, deren Sprecher Hermann Morgenstern zu Beginn der Debatte noch einmal seine Argumente darlegte. Nicht ohne Bürgermeister Franz Huhn zu kritisieren, weil er die ECE-Gegner „diffamiert“ habe, weil manche Mitglieder der Bürgerinitiative „auf der Straße nicht mehr gegrüßt“ werden. Auch SPD-Fraktionschef Frank Sauerzweig sprach von einer „Diffamierungskampagne“, Charly Halft von den Grünen von einem „schmutzigen Spiel“, und FDP-Fraktionschef Jürgen Peter empfindet die Diskussion um ECE sogar schon als „Glaubenskrieg“. Und nur, damit „alle Siegburger entscheiden können“, so Peter, und um den „Weg freizumachen“ für einen Bürgerentscheid, wie Becker formulierte, hatten die Liberalen mit der CDU zuvor abgelehnt, dem Bürgerbegehren zu entsprechen – gegen die Stimmen der anderen Oppositionsparteien, die sich natürlich gleich auf die Seite der Bürgerinitiative schlugen. (gw)
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