Erstellt 24.06.10, 07:03h
Mit einer Holzkonstruktion, Baustützen und Brettern erzeugten die 14 Helfer unter Leitung von Jens Schulz einen Gegendruck auf die Abbruchkante. Denn dort wackelt bereits ein deutlich größerer Brocken, etwa so groß wie zwei Reisekoffer. „Und wenn der kommt, wissen wir nicht, was noch alles mitrutscht“ erklärt Ralf Beyer. Eigentlich sind die ehrenamtlichen Helfer für Notfälle und Katastrophenlagen ausgebildet, doch in Siegburg behandeln sie einen chronischen Patienten. Auf eine schnelle Genesung ihrer Berge dürfen die Helfer nicht hoffen, wie Ralf Beyer zu erkennen gibt: „Im Moment laufen langfristige Planungen, wie man das Problem effektiv lösen kann.“ Verpressung mit Beton, Felsnetze, Stahlstreben und auch Sprengungen sind bei Felsstürzen gängige Methoden. Ehe es soweit ist, muss gestützt werden. Vorerst bleibt der Spazierweg zum Johannesgarten der Benediktinerabtei wegen Felssturzgefahr gesperrt. (th)
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