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Vulkankegel

Tuffstein bröselt vor sich hin

Erstellt 24.06.10, 07:03h

„Der Berg ruft“ scherzte der Abteilungsleiter im Grünflächenamt des Baubetriebsamtes der Kreisstadt. Nachdem an neuer Stelle ein 80 bis 100 Kilogramm schwerer Brocken auf einen Gehweg gerollt war, kam erneut das Technische Hilfswerk zum Einsatz.

Brocken
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80 bis 100 Kilogramm wiegt der Brocken, der auf einen häufig genutzten Spazierweg am Michaelsberg kullerte. (Foto: Thomas Heinemann)
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80 bis 100 Kilogramm wiegt der Brocken, der auf einen häufig genutzten Spazierweg am Michaelsberg kullerte. (Foto: Thomas Heinemann)
SIEGBURG - „Der Berg ruft“ scherzte gestern Nachmittag Ralf Beyer, Abteilungsleiter im Grünflächenamt des Baubetriebsamtes der Kreisstadt. Nachdem nun an neuer Stelle ein rund 80 bis 100 Kilogramm schwerer Brocken auf einen häufig genutzten Gehweg gerollt war, kam erneut das Technische Hilfswerk (THW) zum Einsatz. In der Tat kennen sich Michaelsberg, die Wolsberge und das THW bereits gut. Doch das Wiedersehen mit dem porösen Tuffstein der erkalteten Vulkankegel löste bei den ehrenamtlichen Helfern nur verhaltene Freude aus: Ein Geologe hatte am Dienstag die Stelle des jüngsten Felssturzes sondiert und Abstützmaßnahmen an der Abbruchkante empfohlen. „Ehe der Rest auch noch nach vorne stürzt, wurden wir tätig“, erklärte Sandra Meyer, Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit des THW.

Mit einer Holzkonstruktion, Baustützen und Brettern erzeugten die 14 Helfer unter Leitung von Jens Schulz einen Gegendruck auf die Abbruchkante. Denn dort wackelt bereits ein deutlich größerer Brocken, etwa so groß wie zwei Reisekoffer. „Und wenn der kommt, wissen wir nicht, was noch alles mitrutscht“ erklärt Ralf Beyer. Eigentlich sind die ehrenamtlichen Helfer für Notfälle und Katastrophenlagen ausgebildet, doch in Siegburg behandeln sie einen chronischen Patienten. Auf eine schnelle Genesung ihrer Berge dürfen die Helfer nicht hoffen, wie Ralf Beyer zu erkennen gibt: „Im Moment laufen langfristige Planungen, wie man das Problem effektiv lösen kann.“ Verpressung mit Beton, Felsnetze, Stahlstreben und auch Sprengungen sind bei Felsstürzen gängige Methoden. Ehe es soweit ist, muss gestützt werden. Vorerst bleibt der Spazierweg zum Johannesgarten der Benediktinerabtei wegen Felssturzgefahr gesperrt. (th)



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