Schriftgröße

Kommentar zum WCCB

Prätorianer

Erstellt 02.07.10, 07:00h

Bonn - Diese Ratssitzung zur Aufarbeitung des WCCB-Desasters geht in die Annalen ein, freilich gereicht sie nicht zum Ruhmesblatt souveräner Amtsführung. OB Jürgen Nimptsch scharte neben sich externe Anwälte, die sich im Ratssaal wie eine juristische Prätorianergarde gebärdeten, entschlossen, sich für ihren Herrn und Meister in die Bresche zu werfen und unbotmäßigen Ratsmitgliedern gar mit dem Strafrechtsknüppel zu drohen.

Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch handelte hier höchst ungeschickt. Ein Auftritt mit Anwälten musste zu Unmutsäußerungen und großer Verärgerung nicht nur in den Reihen der schwarz-grünen Koalitionäre führen. Warum verpflichtete Jürgen Nimptsch externe Juristen für gutes (Steuer-)Geld, wo es doch ein städtisches Rechtsamt gibt? Konnten die Juristen dort wirklich nicht klären, was für die Öffentlichkeit bestimmt ist und was nicht? Keine Frage, Personenschutz ist ein hohes Rechtsgut. Gleiches gilt aber auch für das Recht der Öffentlichkeit auf Informationen aus erster Hand über ein finanziell vor die Wand gefahrenes Prestigeobjekt wie das Konferenzzentrum WCCB.

Es bleibt zu hoffen, dass Verwaltung und Ratsmehrheit bis zum 13. Juli aufeinander zugehen. Eine zweite „Farce-Ratssitzung“ kann sich die Stadt einfach nicht leisten.



Die Kölnische Rundschau im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Rundschau zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


Anzeige


Anzeige




Rundschau-Spezial


Rundschau-Wahl


Bildergalerien


Handball exklusiv



Veranstaltungssuche

 

Veranstaltungs-Tipps

Manic Street Preachers

22. April 2012,
E-Werk Köln

 

Rundschau-Service


Rundschau-Service


rundschau-schulfinder

Finden Sie die passende Schule für Ihr Kind

Stadt:
und
PLZ:
und / oder Schulform
Gymnasium
Hauptschule
Realschule
Gesamtschule


Lokalsport


Rundschau-Forum


RHEINLAND WETTER


Top-Links (Anzeige)



Extra