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Unwetter rund um Bonn

Eine Schneise der Verwüstung

Erstellt 05.07.10, 07:03h

Das heftige Unwetter kurz vor dem WM-Argentinienspiel am Samstag hat für erhebliche Schäden gesorgt. Knapp 200 Feuerwehrleute waren im Drachenfelser Ländchen teils bis Sonntagnachmittag im Einsatz.

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In Wachtberg-Niederbachem standen durch das Unwetter Straßen unter Wasser. (Bild: asn)
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In Wachtberg-Niederbachem standen durch das Unwetter Straßen unter Wasser. (Bild: asn)
Wachtberg / Bonn / Bad Godesberg - Kurz vor dem WM-Argentinienspiel ging’s los für Feuerwehren und Hilfsdienste in Wachtberg-Niederbachem und Bad Godesberges südlichem Ortsteil Mehlem sowie in Bad Honnef: Der Sturm knickte Bäume um, die Regenflut ließ die Bäche schnell überlaufen. Suchte sich Wasser im höher gelegenen Wachtberg seine Bahn durch die Straße, drückte es am Mehlemer Rheinufer einen rund 20 Meter weiten Krater auf, Ufermauer und Radweg verschwanden an dieser Stelle. Knapp 200 Feuerwehrleute aus ganz Wachtberg, Meckenheim und Rheinbach waren im Drachenfelser Ländchen teils bis Sonntagnachmittag im Einsatz, dazu Versorgungshelfer des Deutschen Roten Kreuzes.

Fast ebenso viele Kräfte mussten in Mehlem das Ufer unterhalb zweier einsturzgefährdeter Villen – mit Sandsäcken aus der ganzen Region – absichern, Keller auspumpen und einen von der Flut losgerissenen Flüssiggastank einfangen und entleeren. Währenddessen wurden im Umkreis von etwa 500 Metern die Bewohner wegen der Explosionsgefahr evakuiert. Auch im Bonner Süden dauerten die Sicherungs- und Aufräumarbeiten am Sonntag noch an. Vom Linksrheinischen zog das Unwetter über den Rhein nach Bad Honnef – und hinterließ auch hier eine Spur der Verwüstung.

In der Badestadt waren 230 Helfer der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks bei rund 110 Einsätzen gefordert. Allein sechs Stunden waren die Einsatzkräfte im örtliche Krankenhaus gefragt, das aufgrund von Bauarbeiten voll Wasser gelaufen war. Die Feuerwehr konnte verhindern, dass das Wasser die Technik im Keller lahm legte, was nach Angaben eines Feuerwehr-Sprechers die Evakuierung des Hospitals zur Folge gehabt hätte. Durch umgestürzte Bäume bei Rheinbreitbach (nördlicher Kreis Neuwied) war die Bundesbahnstrecke Köln/Koblenz zeitweise blockiert. Menschen wurde durch das Unwetter nicht verletzt; über die Höhe des Sachschadens gibt es keine Angaben. (jfr/csc)



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