Erstellt 05.07.10, 07:03h
Fast ebenso viele Kräfte mussten in Mehlem das Ufer unterhalb zweier einsturzgefährdeter Villen – mit Sandsäcken aus der ganzen Region – absichern, Keller auspumpen und einen von der Flut losgerissenen Flüssiggastank einfangen und entleeren. Währenddessen wurden im Umkreis von etwa 500 Metern die Bewohner wegen der Explosionsgefahr evakuiert. Auch im Bonner Süden dauerten die Sicherungs- und Aufräumarbeiten am Sonntag noch an. Vom Linksrheinischen zog das Unwetter über den Rhein nach Bad Honnef – und hinterließ auch hier eine Spur der Verwüstung.
In der Badestadt waren 230 Helfer der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks bei rund 110 Einsätzen gefordert. Allein sechs Stunden waren die Einsatzkräfte im örtliche Krankenhaus gefragt, das aufgrund von Bauarbeiten voll Wasser gelaufen war. Die Feuerwehr konnte verhindern, dass das Wasser die Technik im Keller lahm legte, was nach Angaben eines Feuerwehr-Sprechers die Evakuierung des Hospitals zur Folge gehabt hätte. Durch umgestürzte Bäume bei Rheinbreitbach (nördlicher Kreis Neuwied) war die Bundesbahnstrecke Köln/Koblenz zeitweise blockiert. Menschen wurde durch das Unwetter nicht verletzt; über die Höhe des Sachschadens gibt es keine Angaben. (jfr/csc)
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