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Gesprächsrunde

Jugendzentren unter Druck

Von Gisbert Franken, 13.07.10, 07:06h

Unter dem Titel „Umbau statt Abbau“ hat das Gladbacher Presseamt Ende der vergangenen Woche die erste Gesprächsrunde zwischen Stadtverwaltung und Trägern der offenen Jugendarbeit zu den städtischen Kürzungsvorstellungen gelobt.

Café Leichtsinn
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Wenn das Q 1 der evangelischen Kirche bestehen bleibt, muss das Café Leichtsinn der Katholiken schließen. (Foto: Daub)
Café Leichtsinn
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Wenn das Q 1 der evangelischen Kirche bestehen bleibt, muss das Café Leichtsinn der Katholiken schließen. (Foto: Daub)
Bergisch Gladbach - Unter dem Titel „Umbau statt Abbau“ hat das Gladbacher Presseamt Ende der vergangenen Woche die erste Gesprächsrunde zwischen Stadtverwaltung und Trägern der offenen Jugendarbeit zu den städtischen Kürzungsvorstellungen gelobt.

Doch von ergebnisoffenen Gesprächen kann nicht die Rede sein. „Die Verwaltung hält starr an ihrem Positionspapier fest“, ist der Eindruck von Thomas Droege von den Katholischen Jugendwerken Rhein-Berg e.V., Sprecher der Trägervertreter. Danach ist die Verringerung der Zahl der Jugendzentren von sechs oder sieben auf drei und die Integration der Arbeit mit den jüngeren Jahrgängen der 10- bis 13-Jährigen in die Nachmittagsbetreuung der Ganztagsschulen weiterhin vorgesehen. „Jede fachliche und inhaltliche Diskussion ist verweigert worden mit Verweis auf die Einzelgespräche der Stadt mit den jeweiligen Trägern.“ Die Taktik ist aus Sicht der freien Einrichtungen klar. Die Front der Träger soll aufgebrochen werden: Schließlich geht es für jeden Träger am Ende darum, ob sein Haus zu den drei Überlebenden zählen wird. Nach Aussagen von Bürgermeister Lutz Urbach sollen die drei Standorte den Siedlungsschwerpunkten entsprechen: Das wären Bensberg, Stadtmitte und Refrath.

Droege verweist auf wissenschaftliche Untersuchungen, die dem Konzept zentraler Einrichtungen ganz schlechte Wirkungen bescheinigen. „Das ist der Ausstieg aus der sozialräumliche Jugendarbeit. Auf diese Argumente geht die Stadt nicht ein.“ Die nächste Befürchtung: Wenn die Besucher in den zentralen Angeboten wegbleiben, kann man die auch noch schließen.

Die Ergebnisse der Einzelgespräche sollen bereits am 23. Juli in die nächste Konferenzrunde einfließen. Auch dieser enorme Zeitdruck hat aus Droeges Sicht Methode. „Die Stadt hatte seit Dezember Zeit, ihr Hausaufgaben zu machen. Jetzt muss alles im Hauruck-Verfahren dicht vor den großen Ferien laufen, in denen die Mitarbeiter in Urlaub sind oder Ferienmaßnahmen durchführen.“ Die Träger fühlen sich überrollt: Diktat statt Dialog.



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