Von Michael Schnitzler, 19.07.10, 07:00h
Hatte man dann erst die Brücke über die leise vor sich hinplätschernde Rur überquert und den Kurpark erreicht, bot sich einem eine Szenerie voller Atmosphäre und Romantik: Bei Kerzenschein saßen Dutzende von Gästen einzeln oder in Gruppen auf der Wiese oder auf selbst mitgebrachten Stühlen, unterhielten sich leise und lauschten der Musik, die das Aachener Salonorchester „Achso!“ auf der Bühne darbrachte.
Bereits zum zweiten Mal hatte der Verein der „Jungen Alten“ Heimbach zum kostenlosen Picknick-Konzert in den Heimbacher Kurpark eingeladen - der Abend stand der Premiere im vergangenen Jahr in nichts nach. Im Gegenteil. Denn diesmal mussten die Organisatoren um die Vereinsvorsitzende Margret Bidaoui und Geschäftsführerin Ulrike Schwieren-Höger nicht so lange zittern, ob das Wetter auch mitspielen würde: Es waren nahezu perfekte Bedingungen für die Veranstaltung gegeben.
Dementsprechend zufrieden waren die beiden auch - ebenso wie die zahlreich erschienenen Besucher. Ganze Familien, Nachbarn und Freundeskreise hatten sich zum Picknick im Kurpark verabredet und dazu alles mitgebracht, was ihr Herz begehrte: Hier gab es reichlich Oliven, Käsewürfel, Wurst und Brot in Kombination mit einem guten Wein, anderenorts genossen Besucher ein kühles Bier und Salzgebäck. Eine vollkommen entspannte Stimmung. „Die Atmosphäre hier ist toll, es ist gesellig und die Musik ist klasse“, meinte der Hasenfelder Walter Weber, der mit einer Gruppe von Freunden bereits im vergangenen Jahr beim Picknick-Konzert gewesen war. Für Manfred Jaeger, der im Beirat der „Jungen Alten“ sitzt, sind Veranstaltungen wie das Konzert ein gutes Beispiel dafür, was der Verein leisten möchte und soll.
„Wenn man älter wird, kann man nicht immer nur über Krankheiten reden. Man muss das Leben trotzdem weiterhin genießen können. Dafür sind Abende wie dieser ideal“, so Jaeger. Für den musikalischen Genuss sorgte das Salonorchester „Achso!“, das bereits im vorigen Jahr aufgetreten war.
Die Musiker des Studentenorchesters der Aachener RWTH waren gerne in die Eifel zurückgekehrt - auch sie haben nicht jede Woche die Gelegenheit, vor einer solchen Kulisse wie im Heimbacher Kurpark zu spielen. Die Musiker spielten Stücke wie Richard Thieles „Wald-Fantasie“, „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss und „Die lustige Witwe“ von Franz Lehár - leichte Musik zum Träumen eben.
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